Facebook lässt über Abstimmungen abstimmen

Das soziale Netzwerk Facebook, das immer wieder wegen seiner Datenschutzrichtlinien bzw. des Umgangs mit der Nutzerprivatsphäre kritisiert wird, lädt seine User noch einmal zu einer Abstimmung, es wird wohl die letzte dieser Art sein.

Gestern haben alle Facebook-Nutzer von den Verantwortlichen des sozialen Netzwerks eine Mail erhalten, in der sie zu einer Abstimmung über die Datenverwendungsrichtlinien sowie der ‎Erklärung der Rechte und Pflichten aufgefordert werden. Die Abstimmung läuft bis 10. Dezember und wird vermutlich auch die letzte sein.

Thema des Votings ist auch die Abschaffung dieses Abstimmungsmechanismus': Vor zwei Wochen hatte Facebook nämlich seinen Nutzern mitgeteilt, dass dieser "ein System geschaffen hat, das die Quantität der Kommentare über deren Qualität stellt." Man hatte deshalb vorgeschlagen, "die Abstimmungskomponente zu beenden, um ein inhaltlich sinnvolleres Umfeld für das Feedback zu fördern."

Hintergrund dieser Entscheidung war die Tatsache, dass die letzte derartige Abstimmung von den wenigsten Nutzern wahrgenommen worden ist, gerade einmal 0,04 Prozent aller bei Facebook registrierten Mitglieder hatten Gebrauch von dieser Möglichkeit gemacht - erforderlich wären aber 30 Prozent gewesen. Deshalb hatten die meisten Beobachter diese "Wahl" als Farce bezeichnet.

Facebook schreibt in einer Pressemitteilung, dass man "auf Grundlage der erhaltenen Kommentare die Änderungsvorschläge noch einmal modifiziert und konkretisiert hat", die Erläuterungen dazu sind auf der 'Facebook Site Governance' zu finden.


Die Abstimmung bietet den Facebook-Nutzern zwei Möglichkeiten: In der oberen spricht man sich für die neuen Regeln aus, wer die untere Option wählt, spricht sich für die bestehenden Richtlinien aus. Der Trend ist derzeitig (Stand: 4. Dezember, 10.30 Uhr) eindeutig: 31.550 Nutzer sind für die Beibehaltung der Regeln, nur 3360 für die vorgeschlagenen Änderungen. Angesichts dieser Zahlen ist allerdings auch höchst fraglich, ob die Abstimmung gültig sein wird, denn auch jetzt ist dafür eine Quote von 30 Prozent notwendig, was aber angesichts von rund einer Milliarde weltweiten Nutzern höchst unwahrscheinlich ist.
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Würde Facebook nicht nur die Werbung, sondern auch die Abstimmungen prominent im Sichtfeld der User platzieren, würde es auch klappen. Aber daran hat Facebook ja kein Interesse.
 
@Friedrich Nietsche: Es könnte auch per Popup nach dem Einloggen gelöst werden. Die Argumentation seitens Facebook gegen einen sofortigen Hinweis weiß ich nicht mehr, aber diese war lächerlich.
 
@Friedrich Nietsche: jipp, die abstimmung damals war gar nicht sichtbar, wenn man nicht gezielt danach gesucht hat. angeblich wurde darauf in der werbung aufmerksam gemacht, dank werbeblocker also unsichtbar. zusätzlich natürlich noch die benötigte beteiligung von 30%. wenn facebook 1 mrd nutzer hätte müssten also 333 mio user abstimmen ... da facebook aber gar keine 1 mrd user hat war wohl eher eine beteiligung von plus minus 100% nötig - also alles nur eine farce.
 
@Friedrich Nietsche: Nun läßt Facebook also darüber abstimmen wie und ob abgestimmt werden soll! Hmmmm? Danach läßt Facebook dann wohl weiter abstimmen, ob diese letzte Abstimmung gültig sein soll. Was dann wieder zur Folge eine Abstimmung haben wird, ob Abstimmungen grundsätzlich sein sollen! Woraufhin danach Facebook darüber abstimmen läßt ob.... usw. usw. usw.! Ein Loch ist im Eimer....!
 
also ich habe gestern nix bekommen .. weder email noch eine mail in facebook selbst .. ist echt ne sauerei was die da abziehen


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