Bradley Horowitz: Facebook-Werbung 'nervt' Nutzer

Der Chef von Google+, Bradley Horowitz, hat in einem Interview ordentlich in Richtung Facebook ausgeteilt. Er bezeichnete den Konkurrenten als "soziales Netzwerk der Vergangenheit", bei dem die Werbung, die den Stream "verstopft", Nutzer wie Unternehmen nerve. Facebook funktioniere nicht und gehöre der Vergangenheit an: Das ist die nicht besonders gute Meinung, die Bradley Horowitz vom mit Google+ konkurrierenden sozialen Netzwerk hat. Das sagte er in einem Interview mit 'Business Insider'.

Horowitz sagte, dass Facebook nicht viel mit der Realität gemeinsam habe, da man dort beispielsweise keine Unterhaltung mit seinen Freunden führen könne, ohne dass auch andere miteinbezogen würden. Im Gegensatz dazu habe man Google+ nach Maßstäben der echten Welt entworfen: "Wir versuchen, ein Produkt zu machen, das in Bezug auf unsere Aufmerksamkeitsspanne ergonomisch ist." Bradley HorowitzBradley Horowitz, Chef von Google+, lästerte kräftig über Facebook ab Besonders gestört fühlt sich Horowitz durch die Werbung bei Facebook: Diese sei meist völlig aus dem Zusammenhang gerissen und verstopfe den Feed der Nutzer, weshalb diese "genervt" (im Original: "pissing off users") seien. Das treffe auch auf die Marken bzw. Firmen zu und "so funktioniert die Welt nun mal nicht", meint Horowitz.

Er verglich die Facebook-Werbung mit Essen: Wenn jemand, der nicht hungrig ist, eine Anzeige für ein Sandwich sieht, dann "ist das nicht besonders effektiv", sagt der Google-Manager. Wenn man dagegen hungrig ist und die Möglichkeit hat, nach einem Restaurant zu suchen, dann sei es deutlich effektiver, wenn man etwa Empfehlungen von Freunden finden kann.

Bei Google+, das auf klassische Werbung gänzlich verzichtet, habe man es eben nicht nötig, die Oberfläche mit Werbung zuzukleistern. Das führte zur Frage, ob Horowitz Facebook nicht quasi empfiehlt, ins Suchmaschinengeschäft einzusteigen (was auch tatsächlich von Facebook geplant sein soll). Davon hält Horowitz aber nicht viel, da es "ziemlich schwer" sei, eine Suchmaschine auf die Beine zu stellen.

Werbung auf Google+ werde es künftig nur dann geben, wenn es dem Unternehmen gelingen sollte, einen Weg dafür zu finden, der die Nutzer nicht belästigt. Er betonte dabei allerdings, dass man keine Eile habe. "Wir haben nicht damit zu kämpfen, Geld zu machen", so Horowitz. "Wir haben echte Pläne." Google+, Bradley Horowitz Google+, Bradley Horowitz
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