Uni Cambridge erforscht Apokalypse-Technologien

An der altehrwürdigen Universität von Cambridge in Großbritannien sollen ein Philosoph, ein Naturwissenschaftler und ein Software-Entwickler erforschen, welche Technologie das Ende der Menschheit hervorrufen könnte.

Am neuen Centre for the Study of Existential Risk (CSER), das von den drei Personen aufgebaut wird, wird man sich mit Entwicklungen in den Bereichen Bio- und Nanotechnologie bis hin zur Künstlichen Intelligenz beschäftigen und eine Abschätzung treffen, welche Risiken diese für den Fortbestand der Menschheit haben können.

Letztlich geht es darum herauszufinden, an welchem Punkt eine Technologie quasi nicht mehr beherrschbar ist - nicht, weil wir sie noch zu wenig verstehen, sondern sie so weit entwickelt haben, dass sie langsam aber sicher den Horizont ihrer Entwickler übersteigt. "Wir müssen ernsthaft an die Möglichkeit denken, dass es einen 'Pandoras Box'-Moment geben kann, der - so wir ihn nicht erkennen - katastrophale Auswirkungen hat", erklärte Huw Price, der Philosoph in der Dreierrunde. Ihm stehen Jaan Tallinn, einer der Gründer von Skype, sowie Martin Rees, der Präsident der Royal Society, zur Seite.

Wie Price ausführte, gehe man dabei von anderen Voraussetzungen aus als beispielsweise Endzeitfilme, in denen ein hochentwickelter Computer sich aktiv gegen die Menschheit richtet. Vielmehr ist davon auszugehen, dass eine Technologie mit eigener Intelligenz letztlich damit beginnen wird, ihre Umgebung möglichst an ihre Bedürfnisse anzupassen - so wie es die Menschen seit Jahrtausenden tun.


"Nehmen wir als Beispiel die Gorillas - der Grund dafür, dass diese vom Aussterben bedroht sind, liegt nicht darin, dass wir gegen sie vorgehen, sondern die Umwelt in einer Art gestalten, die gut für uns ist, ihrem Überleben aber abträglich ist", erläuterte Price. In eine ähnliche Situation könnte auch die Menschheit eines Tages geraten.

Und obwohl frühere Vorstellungen, wie schnell eine Künstliche Intelligenz entwickelt wird, klar überzogen waren, sollte man diese Option seiner Ansicht nach trotzdem im Auge behalten. Immerhin wüssten wir, dass dumme Materie in der Lage ist, sich so zu organisieren, dass sie denken kann. Die Natur habe dieses Problem bereits gelöst - in einem Container der Größe unseres Schädels.

Es sei unverantwortlich, anzunehmen, dass die steiler werdende Kurve bei der Komplexität von Computern nicht dazu führen würde, dass dieser Punkt auch einmal bei der von Menschen entwickelten Technologie erreicht würde. Der kritische Punkt wäre erreicht, wenn die Rechner selbst Computer-Programme und somit ihre eigenen Technologien entwickeln können.
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Sie erforschen also was man in Terminator mit SkyNet schon auf dem Bildschirm hatte
 
Das müssen die erforschen!? Sollten mal Lieber Matrix, Terminator oder Resident Evil schauen! Sich selbst erweiternde KI und außer Kontrolle gerate künstliche Killerviren/bakterien!
 
[re:1] algo am 26.11.12 16:01 Uhr
(+3
@SimpleAndEasy: Und? Nur weil uns Star Trek die Möglichkeiten der Raumfahrt gezeigt hat, müssen wir jetzt mit Weltraumforschung aufhören? Fantasie!=Realität, meistens ;)
 
@algo: Apfelbirnen vergleich - sehr nice! Nein müssen wir nicht! Aber was nützt es uns sachen zu erforschen die wir schon längst wissen? Wir wissen bereits dass sich eine selbst erweiternde KI soweit verselbstständigen kann damit diese unabhängig vom Menschen arbeitet und sich gegebenenfalls auch gegen diese richtet falls Sie sich vom Menschen in Ihrem Bestand bedroht fühlt! Dies ist auch einer der Gründe weshalb die UN autonome Waffensystem welche selbsständig über leben und tod entscheiden verbieten will! Das muss nicht erforscht werden! Star Treck hingegen besteht aus reiner Fiktion und nur zu wissen dass Beamen eine tolle technologie ist heißt noch lange nicht das diese auch beherrscht wird - daher ist es sinvoll hier zu forschen um zu einer Lösung zu kommen! Aber zu erforschen um wissen zu erlagen das bereits besteht finde ich etwas verschwenderisch....^^
 
@SimpleAndEasy: Und Matrix, Terminator und Resident Evil sind natürlich keine Fiktionen ;) ... Na ja, der Mensch will nun mal alles erforschen. Auch wenn wir nicht gezielt eine Tötungsmaschine entwickeln, auf indirektem Wege werden wir das schon irgendwie erreichen: Mit einem Roboter, der automatisch Herztransplantationen durchführt, und einem Mars Curiosity lässt sich so einiges zusammenbasteln^^ "Aber zu erforschen um wissen zu erlagen das bereits besteht finde ich etwas verschwenderisch"...Also ich kenne noch keine voll funktionsfähige Apokalypse-Technologie^^


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