Uni Cambridge erforscht Apokalypse-Technologien

Chip, Computer, Elektronik, Board Bildquelle: anthony bolan photography
An der altehrwürdigen Universität von Cambridge in Großbritannien sollen ein Philosoph, ein Naturwissenschaftler und ein Software-Entwickler erforschen, welche Technologie das Ende der Menschheit hervorrufen könnte. Am neuen Centre for the Study of Existential Risk (CSER), das von den drei Personen aufgebaut wird, wird man sich mit Entwicklungen in den Bereichen Bio- und Nanotechnologie bis hin zur Künstlichen Intelligenz beschäftigen und eine Abschätzung treffen, welche Risiken diese für den Fortbestand der Menschheit haben können.

Letztlich geht es darum herauszufinden, an welchem Punkt eine Technologie quasi nicht mehr beherrschbar ist - nicht, weil wir sie noch zu wenig verstehen, sondern sie so weit entwickelt haben, dass sie langsam aber sicher den Horizont ihrer Entwickler übersteigt. "Wir müssen ernsthaft an die Möglichkeit denken, dass es einen 'Pandoras Box'-Moment geben kann, der - so wir ihn nicht erkennen - katastrophale Auswirkungen hat", erklärte Huw Price, der Philosoph in der Dreierrunde. Ihm stehen Jaan Tallinn, einer der Gründer von Skype, sowie Martin Rees, der Präsident der Royal Society, zur Seite.

Wie Price ausführte, gehe man dabei von anderen Voraussetzungen aus als beispielsweise Endzeitfilme, in denen ein hochentwickelter Computer sich aktiv gegen die Menschheit richtet. Vielmehr ist davon auszugehen, dass eine Technologie mit eigener Intelligenz letztlich damit beginnen wird, ihre Umgebung möglichst an ihre Bedürfnisse anzupassen - so wie es die Menschen seit Jahrtausenden tun.

"Nehmen wir als Beispiel die Gorillas - der Grund dafür, dass diese vom Aussterben bedroht sind, liegt nicht darin, dass wir gegen sie vorgehen, sondern die Umwelt in einer Art gestalten, die gut für uns ist, ihrem Überleben aber abträglich ist", erläuterte Price. In eine ähnliche Situation könnte auch die Menschheit eines Tages geraten.

Und obwohl frühere Vorstellungen, wie schnell eine Künstliche Intelligenz entwickelt wird, klar überzogen waren, sollte man diese Option seiner Ansicht nach trotzdem im Auge behalten. Immerhin wüssten wir, dass dumme Materie in der Lage ist, sich so zu organisieren, dass sie denken kann. Die Natur habe dieses Problem bereits gelöst - in einem Container der Größe unseres Schädels.

Es sei unverantwortlich, anzunehmen, dass die steiler werdende Kurve bei der Komplexität von Computern nicht dazu führen würde, dass dieser Punkt auch einmal bei der von Menschen entwickelten Technologie erreicht würde. Der kritische Punkt wäre erreicht, wenn die Rechner selbst Computer-Programme und somit ihre eigenen Technologien entwickeln können. Chip, Computer, Elektronik, Board Chip, Computer, Elektronik, Board anthony bolan photography
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