Deutschland baut seinen ersten SmallGEO-Satelliten

Erstmals seit 25 Jahren wird in Deutschland wieder ein eigener Telekommunikationssatellit gebaut: Der Hispasat Advanced Generation 1 (HAG1). Das teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) heute mit.

Die deutsche Raumfahrtorganisation hat den Auftrag für den Bau des Satelliten, der ein finanzielles Volumen von rund 3 Millionen Euro hat, an das Unternehmen OHB System vergeben. "Der Vertragsabschluß ist ein Meilenstein für die Zusammenarbeit zwischen dem DLR und OHB auf dem Gebiet der Kommunikationssatelliten. Mit dieser zukunftsweisenden Mission können neue Technologien für den Einsatz im Weltraum erprobt werden", erklärte Hansjörg Dittus, Raumfahrtvorstand des DLR.

Das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum in Oberpfaffenhofen wird für die Durchführung der Launch and Eary Orbit Phase verantwortlich sein. Diese Phase beginnt mit dem Start des Satelliten und endet mit seiner Positionierung im geostationären Orbit. Darauf folgt der Payload In-Orbit Test bei dem alle Nutzlastkomponenten auf Funktionsfähigkeit geprüft werden.


Hierzu wird die im Juni 2012 eingeweihte Ka-Band-Antenne beim DLR Weilheim verwendet. Diese neue Empfangsanlage arbeitet im kurzwelligen Ka-Frequenzband und dient zu Forschungszwecken. Sie soll vor allem testen, wie gut ein neuer Satellit im All funktioniert. Die Vorbereitung auf diese Aufgaben beginnen zwei Jahre vor Start von HAG1, der für Ende 2014 geplant ist.

HAG1 hat seinen Ursprung beim spanischen Satellitenbetreiber Hispasat. Er wird die Iberische Halbinsel, die Kanarischen Inseln und Südamerika mit TV-Programmen versorgen. Die Deutschen sind dabei als Dienstleister tätig und setzen bei der Umsetzung der Mission auf das SmallGEO-Projekt der europäischen Weltraumagentur ESA.

Bei SmallGEO handelt es sich um ein Konzept für kleinere, kosteneffiziente Satelliten in der geostationären Umlaufbahn. Die Plattform umfasst Nutzlasten bis zu einer Masse von 300 Kilogramm und drei Kilowatt Leistungsaufnahme. Die Einsatzgebiete für SmallGEO sind vielfältig: Kommerzielle Satellitenkommunikation wie Sprache und Daten, Fernsehen und Rundfunk, Satellitenkommunikation für öffentliche Aufgaben, Katastrophenschutz und Sicherheit.
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3 Millionen kostet also ein Satelit? Der Flug ins All kostet doch schon 10.000 - 20.000 Euro pro Kilogramm. Kommt mir also etwas sehr billig vor.
 
@battleck: Vielleicht gibt es eine "Happy Hour" oder einen "Alles muss raus"-Preis. ;)
 
@battleck: Kosten für Satellit sind nicht die Kosten für die Lieferung ;). Die kommt noch dazu.
 
Ich wusste gar nicht, daß es auch ein "kurzwelliges" Ka-Band gibt... aber ich will ja nicht kleinlich sein, die paar GHz Unterschied merkt doch keiner <scnr> Das Ka-Band (26.5 - 40 GHz) ist afaik eher ziemlich "mikrowellig", Kurzwelle ist der Bereich zwischen 3 MHz und 30 MHz.
 
...und hat jetzt bitte was mit Windows oder Internet zu tun ??


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