Toshiba: Roboter soll harter Radioaktivität trotzen

Der japanische Elektronikkonzern Toshiba hat einen neuen Roboter vorgestellt, der auch in stark radioaktiv verstrahlten Umgebungen arbeiten können soll, in die man bisher kaum vordringen konnte.

Dafür muss die Technologie äußerst robust ausgelegt sein. Denn herkömmliche Elektronik brennt bei der starken Bestrahlung, die beispielsweise bei einer Kernschmelze freigesetzt wird, schlicht durch. Aber auch die Fernsteuerung entsprechender Systeme ist ein Problem, da hier immer wieder starke Störungen überwunden werden müssen.

Der neue Toshiba-Roboter kann nach Angaben des Herstellers via Funk mit Anweisungen versorgt werden, berichtet die Nachrichtenagentur 'Associated Press'. Die Kommunikationseinheit geht dabei immer wieder auf die Suche nach Frequenzen, in denen die Störungen sich am stärksten in Grenzen halten. Das Gesamtsystem, das sich auf vier Beinen fortbewegt, soll dabei in der Lage sein, sich über Schutt und andere Hindernisse navigieren zu lassen.


Dabei ist der Roboter allerdings recht langsam - was wohl auch der schwerfälligen Elektronik geschuldet ist, die lieber zuverlässig als performant sein soll. Beim Besteigen einer Treppe wurde in einer Demonstration beispielsweise etwa eine Minute pro Stufe benötigt. Geht es darum, einen von Schutt versperrten Weg zu absolvieren, kann der Roboter diesen im Notfall aber zur Seite räumen. Dies kann das System durchaus autonom bewältigen, braucht für entsprechende Berechnungen aber durchaus etwa 10 Minuten.

Aktuell ist noch nicht ganz geklärt, welcher Strahlung das System in der Praxis tatsächlich standhalten kann. Immerhin gibt es quasi keine Möglichkeit, dies im Labor unter einsatznahen Bedingungen zu testen. Der japanische Energiekonzern Tokyo Electric Power Co. (Tepco), dessen Atomkraftwerk in Fukushima im März des letzten Jahres havarierte, will das System aber demnächst einsetzen, um endlich eine genauere Inspektion der Reaktorkammern vornehmen zu können.

Bisher war es Menschen und Maschinen verwehrt, an die entscheidenden Punkte in der Anlage vorzudringen. Daher liegen bis heute kaum detaillierte Informationen darüber vor, wie es genau im inneren der Reaktorblöcke aussieht. Daher steht auch noch nicht fest, welche Maßnahmen in Zukunft getroffen werden, um das Austreten von radioaktiven Materialien einzudämmen.
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Soviel zum Thema: bei uns ist Atomkraft sicher!
 
@Feuerpferd: Und was sagt uns der Artikel zum Thema "Bei uns ist Atomkraft sicher!"? außer natürlich.... ääääääääähm ... NICHTS?!?!
 
@craze89: Die Atomkraftlobbytrolle behaupten doch immer, dass AKWs sicher sind und da gar nichts passieren kann. Und nun? Da bauen sie Strahlungsresistente Roboter, weil Atomkraft unsicher ist und die Folgen von AKWs katastrophal sind.
 
@Feuerpferd: Es sind einfach unsere sicher. Die in Japan und der ukraine ja bekanntlich nicht
 
@Feuerpferd: "uns" ist also die Atomkraftlobby? Du solltest echt mal langsam lernen dich auszudrücken Herr Feuerpferd. Bei UNS (im Sinne von Deutschland) ist Atomkraft auch relativ sicher. Wer natürlich n AKW direkt an den Feuerring und die Küste baut (wie es die Japaner getan haben in Fukishima) muss mit sowas rechnen. In Deutschland gibts aber ziemlich wenige und auch nur schwache beben, die einem AKW nur wenig anhaben können - vorrausgesetzt ist vernünftig gewartet.


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