Neues Smartphone-Betriebssystem Sailfish startet

Das finnische Start-Up-Unternehmen Jolla hat sein neues Smartphone-Betriebssystem Sailfish erstmals offiziell vorgestellt. Sailfish basiert auf dem von Nokia aufgegebenen MeeGo und dessen Kern namens Mer. Jolla konnte gleichzeitig auch bekanntgeben, dass man mit dem finnischen Mobilfunkanbieter DNA einen ersten Partner unter den Netzbetreibern gewonnen hat. Die ersten Geräte auf Basis von Sailfish OS werden auf Plattformen des Chiphersteller ST-Ericsson laufen, der Jolla ebenfalls im Rahmen einer Partnerschaft unterstützt.

Ab sofort steht auch ein SDK zur Verfügung. Die Entwicklung von Apps für Sailfish erfolgt unter anderem mit Qt, eigenen UI-Komponenten und einem UI-Framework. Man verfolgt einen offenen Ansatz, schließlich basiert Sailfish auf dem Mer Core, der wiederum den Linux-Kernel nutzt.

Sailfish OS - Neues Smartphone-Betriebssystem

Sailfish soll mit einer sehr benutzerfreundlichen Oberfläche auf Kundenfang gehen und wird von den Entwicklern generell als sehr konkurrenzfähig beschrieben. Zwar verfügt das Unternehmen zunächst nur über rund 10 Millionen Euro Wagniskapital, man geht jedoch davon aus, dass Sailfish dennoch im Markt Fuß fassen kann und setzt dabei vor allem auf Asien und speziell China.

Für die Chefetage von Jolla ist die geringe Größe ihrer Firma sogar ein Vorteil, weil man keinerlei Altlasten zu pflegen hat, erklärte Sami Pienimäki, der Vice President des jungen Unternehmens. Dennoch geht man davon aus, dass man schnell Fortschritte machen kann, denn hinter Jolla stecken mehr als 50 erfahrene Entwickler, die zuvor von Nokia im Rahmen der Einstellung von MeeGo entlassen wurden.

Jolla verhandelt derzeit mit einer Reihe von möglichen Hardware-Partnern, die angeblich an der Einführung von Geräten mit Sailfish interessiert sind. Die ersten Smartphones mit Jolla sollen nach dem Willen des Unternehmens im kommenden Jahr verfügbar sein.

Die Benutzeroberfläche wirkt klar strukturiert und kombiniert eine simple grafische Gestaltung mit einem recht typographielastigen Design und einer Reihe von Gesten, über die die Navigation durch die Menüs realisiert wird. Das Design kann mit Hilfe von Fotos aus der eigenen Bibiliothek des Anwenders verändert werden.

Es gibt wie bei anderen mobilen Betriebssystemen auch Widgets, die auf den ersten Blick etwas an Microsofts Live Tiles erinnern. Benachrichtigungen werden lediglich rechts oben auf dem Lockscreen angezeigt, um die Privatsphäre des Nutzers zu schützen. Sailfish soll außerdem umfangreiches Multitasking unterstützen, wobei Widgets genutzt werden, um einen schnellen Blick auf andere Apps als die gerade genutzte zu werfen. Apps laufen dabei aktiv nebeneinander.

Sailfish soll nach Angaben von Pienimäki auch in der Lage sein, Tablets, Smart-TVs, Infotainment-Systeme und andere Plattformen zu unterstützen, Jolla will sich bei seiner Arbeit aber auf Smartphones konzentieren. Das OS sei sehr gut skalierbar und habe es deshalb bereits auf eine Vielzahl von Formfaktoren portiert.

Aktuell arbeiten die Entwickler offenbar noch mit Nokia-Hardware. So wurde das neue Sailfish OS unter Verwendung des Nokia N950 gezeigt, einem Nachfolger des N9, dem einzigen jemals mit MeeGo kommerziell eingeführten Smartphone. In einem ersten Hands-on-Video bei YouTube ist das neue Betriebssystem auf einem N950 in Aktion zu sehen. Jolla, Sailfish, Sailfish OS Jolla, Sailfish, Sailfish OS Engadget
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