Xing: Übernahme-Angebot von Burda ist zu niedrig

Ende Oktober hat der Burda-Verlag seine Anteile an Xing ausgebaut und dem Karrierenetzwerk ein Pflichtangebot unterbreitet. Der Medienkonzern bietet für die restlichen Anteile 44 Euro pro Aktie. Das halten Vorstand und Aufsichtsrat von Xing aber für zu wenig.

Burda hatte vor knapp einem Monat bekannt gegeben, dass man seine Beteiligung von 29,4 auf 38,9 Prozent erhöht habe. In Folge wurde ein so genanntes Pflichtangebot fällig, Burda bietet den Aktionären für die verbleibenden 3,3 Millionen Anteile 44 Euro pro Aktie an.

Heute hat die Xing-Führung eine 'Pressemitteilung' veröffentlicht, in der man den Xing-Aktionären davon abrät. Thomas Vollmoeller, CEO von Xing, betonte zwar, dass Burda "in den vergangenen Jahren stets einen guten strategischen Investor" darstellte, das Angebot des Münchner Medienkonzerns hält man aber aus "finanzieller Sicht" für nicht "angemessen".

Als Grundlage für diese Einschätzung geben Vorstand und Aufsichtsrat gleich mehrere Argumente an, darunter "Planungsannahmen über die zukünftige Geschäftsentwicklung" und "die historische Kursentwicklung sowie die durchschnittlichen Kursziele der zuletzt veröffentlichten Analystenberichte."


Das Unternehmen betont in der Stellungnahme allerdings, dass die heute ausgesprochene Empfehlung eben nur eine solche ist und es jedem einzelnen Aktionär überlassen bleibt, ob er das Angebot annimmt bzw. wie viele Wertpapiere er an Burda verkauft. Die Aktie hatte nach dem Burda-Angebot einen ordentlichen Sprung nach oben gemacht und sich von einem Kurs von 37,3 Euro auf derzeit knapp 44 Euro gesteigert.

Xing wurde im Jahr 2003 gegründet (damals noch unter dem Namen Open Business Club, kurz openBC) und sich Ende 2006 auf Xing umbenannt. Das soziale Netzwerk ist auf Berufs- und Karriere-Kontakte spezialisiert und hat nach eigenen Angaben zwölf Millionen Mitglieder, rund die Hälfte davon entfällt auf den deutschsprachigen Raum.
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