Boom des Informatik-Studiums reißt nicht ab

Microsoft, Office 2013, Office 15, Office Store Bildquelle: Microsoft
Das Interesse an den Informatik-Studiengängen der deutschen Universitäten steigt ungebrochen stark an. An den Hochschulen wurden in den letzten zwölf Monaten 48.423 Studienanfänger im Fachbereich Informatik verzeichnet. Das ist im Jahresvergleich ein Anstieg um fast ein Fünftel (17,8 Prozent). In absoluten Zahlen kommen über 7.000 Studierende mehr hinzu als im Vergleichszeitraum, teilte der IT-Branchenverband BITKOM heute mit. Ebenfalls kräftig sei demnach das Interesse an den entsprechenden Ausbildungsberufen gestiegen: Die Zahl der IT-Azubis legte um 9,2 Prozent auf 14.961 zu.

"Die Initiativen, um mehr junge Menschen für technische Berufe und für die IT-Branche zu begeistern, zeigen Erfolge", resümierte BITKOM-Präsident Dieter Kempf. Gleichzeitig haben aber auch externe Faktoren wie die durch die Abkürzung der Abiturzeit entstandenen Doppeljahrgänge in Bayern und Niedersachsen sowie die Aussetzung der Wehrpflicht die Zahlen nach oben getrieben.

Der Zuwachs bei anderen technischen Studienfächern war dabei allerdings noch größer als in der Informatik, etwa im Maschinenbau (21,3 Prozent) oder in der Elektrotechnik (22 Prozent). "Wenn wir den steigenden Bedarf an IT-Spezialisten mit derzeit bereits 43.000 unbesetzten Stellen decken wollen, müssen wir noch mehr junge Menschen für unsere Branche begeistern", so Kempf.

Hinsichtlich der Informatik ist insbesondere das Interesse an einer Ausbildung im akademischen Bereich kräftig gestiegen. So verzeichneten die Universitäten im Fach Informatik einen besonders kräftigen Zuwachs um fast ein Drittel (29,9 Prozent) auf 25.756 Erstsemester. An den Fachhochulen immatrikulierten sich mit 22.667 Studenten 6,4 Prozent mehr, womit das Wachstum hier deutlich geringer ist. Allerdings ist die Abbrecherquote mit fast 50 Prozent an den Hochschulen weiterhin sehr hoch. Nach BITKOM-Berechnungen kamen im vergangenen Jahr nur rund 16.390 Hochschulabsolventen aus den IT-Disziplinen auf den Arbeitsmarkt. Damit liegt die Absolventenzahl mit einem Plus von 1,5 Prozent etwa auf Vorjahresniveau.

Im laufenden Jahr stellten die Unternehmen der ITK-Branche außerdem wieder mehr Ausbildungsstellen zur Verfügung als es Bewerber gibt. Bis September 2012 wurden 3,9 Prozent mehr Ausbildungsplätze gemeldet als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auf zehn gemeldete Ausbildungsplätze kamen dabei allerdings lediglich neun Bewerber.

Bei den Auszubildenden waren zuletzt erneut die Fachinformatiker mit 9.797 neuen Verträgen (plus 13,2 Prozent) am stärksten vertreten, gefolgt von 2.956 Azubis in der Gruppe der kaufmännischen IT-Berufe (plus 3,8 Prozent). Rund 2.035 Ausbildungsverträge wurden mit angehenden Systeminformatikern und IT-Systemelektronikern geschlossen - das ist bei diesen eher Hardware-orientierten Berufsbildern ein Rückgang um rund 7,5 Prozent. Mit 14.612 Azubis beendeten etwa ebenso viele ihre IT-Ausbildung erfolgreich wie im Vorjahr mit 14.421.

Sowohl bei den Ausbildungsberufen als auch an den Hochschulen sind Frauen allerdings weiterhin stark in der Minderzahl. Von den Studierenden im ersten Semester sind nur 19,9 Prozent weiblich. Damit liegt der Frauenanteil nur leicht über dem Vorjahreswert von 19,5 Prozent. Bei den Auszubildenden im ersten bis dritten Jahr findet sich nur auf knapp jeder zwölften Lehrstelle (8,4 Prozent) eine Frau. Das ist gegenüber 2010 mit 8,7 Prozent sogar ein Rückgang. Microsoft, Office 2013, Office 15, Office Store Microsoft, Office 2013, Office 15, Office Store Microsoft
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren84
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden