HP lief bei letzten Übernahmen ins offene Messer

Logo, Hp, Hewlett-Packard Bildquelle: Hewlett Packard
Der Computer-Konzern Hewlett-Packard (HP) hat den bisher zweitgrößten Quartalsverlust seiner Konzerngeschichte ausgewiesen. Das Management führt dies in erster Linie auf eine recht fragwürdige Übernahme im letzten Jahr zurück. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Konzern - angestoßen vom damaligen Chef Leo Apotheker - das britische Software-Haus Autonomy Corporation übernommen. 10 Milliarden Dollar investierte man in den Deal - viel zu viel, wie sich inzwischen herausstellte. Vor der Übernahme habe Autonomy keine korrekten Angaben über seine Finanzen gemacht, hieß es.

HP-Chefin Meg Whitman vermied es zwar, offiziell von Betrug seitens der damaligen Eigner und Manager des Unternehmens zu sprechen, allerdings ist inzwischen klar, dass es ernsthafte Unstimmigkeiten in den Büchern gab und auch von seiten des HP-Managements damals einige Punkte falsch interpretiert wurden. Daher wurde nun eine Wertkorrektur durchgeführt, die in einer Abschreibung von immerhin 8,8 Milliarden Dollar mündete.

Angesichts dessen, dass HP ohnehin durch die Krise des PC-Marktes gebeutelt ist, stellt dies einen weiteren harten Schlag für das Unternehmen dar. Insbesondere, da erst im vergangenen Jahresviertel einen Abschreibung auf die 2009 übernommene Tochter EDS einen Verlust von 8,8 Milliarden Dollar verursachte. Gerade Autonomy sollte hier mit seinen Spezial-Suchmaschinen für Unternehmensnetze für neue Impulse im lukrativen Geschäft mit großen Konzernen und Behörden sorgen. Die Angelegenheit wurde nun zu weiteren Untersuchungen an die US-Börsenaufsicht übergeben, hieß es.

Letztlich steht in den Bilanzen von HP nun aber erst einmal ein Nettoverlust von 6,85 Milliarden Dollar unter dem Strich. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurde noch ein Gewinn von 239 Millionen Dollar verbucht. Allerdings ist die hohe Abschreibung nicht das einzige Problem, wie an der Umsatzentwicklung zu sehen ist. Die Einnahmen lagen mit 30 Milliarden Dollar immerhin 7 Prozent niedriger als im Vorjahr und verfehlten die Analystenprognosen um eine halbe Milliarde Dollar. Logo, Hp, Hewlett-Packard Logo, Hp, Hewlett-Packard Hewlett Packard
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