Telematik soll den Kinderwagen unfallsicher machen

Telematik-Systeme, wie sie in Autos bereits weit verbreitet sind, sollen nun auch Kinderwägen mit neuen Sicherheits-Features ausstatten. Sie sollen beispielsweise ein ungewolltes Wegrollen und Diebstähle verhindern.
Entwickelt wurde ein entsprechendes System an der Technischen Universität Darmstadt. Dieses soll den Wagen bei unerwünschten Bewegungen automatisch zum Stehen bringen. Zudem kann das System als Geschwindigkeitsbegrenzer und Diebstahlschutz eingesetzt werden, teilten die Entwickler mit. Es sei außerdem von den Nutzern selbst nachrüstbar.

Damit Kinderwagen künftig auch bei gelöster Handbremse nicht mehr wegrollen können, soll das elektronische Bremssystem die Fahrsituationen des Kinderwagens überwachen und bei potentiell gefährlichen Situationen automatisch einschreiten, hieß es.

Damit das Bremssystem sowohl intuitiv und einfach zu bedienen ist und auch die alltägliche Benutzung nicht einschränkt, bewertet die Elektronik ständig die aktuelle Fahrsituation: Mit Sensoren werden die Geschwindigkeit des Wagens überwacht und geprüft, ob in der Nähe des Griffs eine Person erkannt wird. Der Kinderwagen wird automatisch gestoppt, sobald sich für einen bestimmten Zeitraum keine Person in Griffnähe befindet und der Wagen sich trotzdem in einer gewissen Geschwindigkeit bewegt.

"Der Bremsimpuls ist abhängig von der Geschwindigkeit des Wagens und dem Zeitraum, in dem der Griff nicht berührt wird. So vermeiden wir beispielsweise Unfälle, bei denen der Kinderwagen aus dem Stand ins Rollen kommt. Gleichzeitig bleibt es weiterhin möglich, dem Kinderwagen etwas Schwung zu geben, die Hände kurz von den Griffen zu lösen und den Wagen ein Stück des Weges alleine rollen zu lassen", erklärte Tobias Fritzsche, der im achten Semester Elektro- und Informationstechnik studiert.

Darüber hinaus lässt sich das Sicherheitssystem als Geschwindigkeitsbegrenzer einsetzen. Dank der einstellbaren Höchstgeschwindigkeit wird der Kinderwagen nie zu schnell und lässt sich auch bergab sicher und komfortabel bewegen. Komplettiert wird das nachrüstbare Sicherheitssystem durch ein optionales Bluetooth-Modul als Diebstahlschutz: Mit diesem lässt sich der Kinderwagen nur dann bewegen, wenn sich ein weiteres autorisiertes Bluetooth-Gerät, etwa das Smartphone der Besitzer, in der Nähe des Kinderwagens befindet. Versuchen andere Personen den Wagen zu bewegen, bleiben die Reifen blockiert.

Die Herstellungskosten für den Prototyp ihres Systems beziffern die Studierenden auf rund 140 Euro sowie zusätzlich rund 40 Euro für das optionale Bluetooth-Modul. In der Serienfertigung dürfte das Produkt allerdings deutlich günstiger zu fertigen sein. Einem ersten renommierten Kinderwagenhersteller haben die Studierenden ihre Entwicklung bereits vorgestellt und planen nun weitere Gespräche. Kinderwagen Kinderwagen
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