HPs PC-Chef: Microsoft Surface wird überschätzt

Beim Computerhersteller Hewlett-Packard ist man von Windows 8 und Microsofts Surface-Tablet offenbar kein bisschen begeistert. Ausgerechnet Todd Bradley, Chef von HPs PC-Sparte, erklärte in einem Interview, dass Surface kein echtes Konkurrenzprodukt darstellt.

Im Gespräch mit 'IDG' sagte Bradley, der für HPs Geschäft mit Desktop-, Notebook- und inzwischen auch Tablet-Computern für Privat- und Firmenkunden zuständig ist, dass er das Microsoft Surface "kaum als Wettbewerber bezeichnen würde", was die eigenen Produkte angeht.

Microsoft Surface-Tablet im WinFuture-Hands-On (HD-Version)

Das Gerät neige dazu, langsam und unsauber zu laufen, so Bradley. Außerdem sei es teuer und werde von der Presse zu einem größeren Thema gemacht, als es eigentlich verdient hätte. Im August hatte ein anderer HP-Manager bereits ähnliches verlauten lassen und das Surface als einen Vorschlag von seiten Microsofts abgetan, mit dem der Softwarekonzern lediglich zeigen wolle, was im Tablet-Bereich möglich ist.

Bradley verwies unter anderem auf die begrenzte Markteinführung des Surface. Für ihn ist der Umstand, dass das Microsoft-Tablet nur über den Online-Store des Softwarekonzerns in einigen wenigen Ländern sowie die amerikanischen Einzelhandelsgeschäfte angeboten wird, ein Beleg für die Zurückhaltung der Redmonder, was ihr erstes Tablet betrifft.


Er sei "kein großer Fan" von Microsofts neuem, auf die Tablet-Welt ausgerichtetem Betriebssystem Windows RT, sagte der HP-Manager weiter. Hewlett-Packard hat zwar bereits angekündigt, dass man ab 2013 wieder bei Tablets mitmischen will, ein mit Windows RT ausgerüstetes Gerät wird aber nach aktuellem Stand der Dinge nicht dabei sein.

Hewlett-Packard hatte sich nach dem gefloppten Start seines ersten eigenen Tablets HP TouchPad innerhalb kürzester Zeit wieder aus dem Tablet-Markt zurückgezogen. Derzeit arbeitet der US-Hersteller nach einem Wechsel an der Führungsspitze daran, ab dem kommenden Jahr Tablets mit Windows 8 anzubieten. Modelle mit Android sind nicht geplant. Die neuen Tablets von HP werden also wohl mit x86-Prozessoren daherkommen.
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Ist das nicht immer so, wenn man konkurrieren muß (die erwähnten Details sind die sog. Kinderkrankheiten (Preise sinken bei größerer Stückzahl, Langsamkeit der Geräte ist auch normal wenn etwas neu auf den Markt (wer kauft schon das erste Auto, was auf den Markt kommt) und seine Antipathie ist aufgrund seiner Position nachvollziehbar)? Und es ist sicher auch nicht so, das das damalige Produkt von HP keine Schwächen gehabt hat (Ich kenn sie nicht, weiss aber, das niemand das Geld für die Forschung, unbegründet zum Fenster rausschmeisst) !
 
@Graue Maus: Was haben Schwächen und Forschung denn bitte miteinander zu tun?
 
@Tomarr: Das der größte Anteil, der Preise für ein Produkt, für die Forschung drauf geht (sie wird vorfinanziert, und im Regelfall gleicht sich das mit dem Verkauf der Produkte (hier Tablet wieder aus))! Wenn ich also mein Tablet nicht verkaufen kann, ist das für mich ein Verlustgeschäft (deswegen muß es gute Gründe gegeben haben warum HP auf eigene Tablets am Ende verzichtet hat) .
 
@Graue Maus: Das beantwortet nicht meine Frage. Zitat: "Und es ist sicher auch nicht so, das das damalige Produkt von HP keine Schwächen gehabt hat (Ich kenn sie nicht, weiss aber, das niemand das Geld für die Forschung, unbegründet zum Fenster rausschmeisst)"... Deswegen die Frage, was hat die Forschung mit Schwächen im Produkt zu tun? Schlechte Verkaufszahlen hast du oben nicht erwähnt.
 
@Tomarr: Nochmal von vorne! Ingenieure bei HP forschen und entwickeln ein Tablet (möglichst ohne Schwächen im Produkt, damit es sich verkaufen läßt). Dieser Schritt wird entweder mit Kapital, das das Unternehmen finanziert bestritten oder einem Kredit bei den Banken unterstützt. Die eigentliche Antwort auf deine Frage ist, ob sich dieses Produkt verkaufen läßt (möglichst keine, aber zumindest keine gravierenden Schwächen hat (davon abhängig, gute oder schlechte Verkaufszahlen)) und somit die Ausgaben für den Bankkredit bzw. die Vorfinanzierung des Unternehmens (hier HP) wieder reinkommt!


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