NASA reagiert auf erneuten Notebook-Diebstahl

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat auf den erneuten Verlust eines Notebooks mit sensiblen Daten reagiert und eine Anweisung erlassen, dass alle entsprechenden Geräte binnen eines Monats verschlüsselt werden müssen.

Bis dies vollständig umgesetzt ist, wurde es Mitarbeitern außerdem streng untersagt, einen portablen Rechner von den Betriebsgeländen der NASA mitzunehmen. Denn trotz aller Belehrungen war es in den vergangenen Jahren immer wieder vorgekommen, dass Notebooks abhanden kamen, auf denen Informationen frei zugänglich abgespeichert waren.

Zuletzt wurde am 31. Oktober ein Rechner aus einem abgeschlossenen Fahrzeug entwendet, dass ein Mitarbeiter der Behörde in Washington, D.C., vor einer NASA-Niederlassung geparkt hatte. Das Gerät verfügte zwar über einen Passwort-Schutz für den Nutzerbereich, allerdings waren die Daten nicht verschlüsselt. Ein etwas erfahrener Dieb kann nun durchaus Zugang zu den Informationen erlangen, berichtete die 'BBC'.


Auf dem System befanden sich den Angaben zufolge unter anderem Daten über Mitarbeiter der Behörde. Diese wurden daher aufgefordert, in der nächsten Zeit besonders vorsichtig zu sein, wenn per E-Mail oder Telefon Kontakt zu ihnen aufgenommen wird und jemand mit vermeintlichem Insider-Wissen versucht, an weitere Informationen zu gelangen.

Aktuell versuchen die Sicherheitskräfte der NASA demnach zu rekonstruieren, welchen Umfang die gestohlenen Daten insgesamt haben. Es könne, so hieß es, bis zu 60 Tage dauern, bis alle fraglichen Beschäftigten persönlich informiert werden können.

In einer Dienstanweisung wurden die Mitarbeiter nicht nur angewiesen, ihre Rechner verschlüsseln zu lassen. Es wurde ihnen außerdem noch einmal ausdrücklich untersagt, sensible Daten auf Smartphones, Tablets oder anderen mobilen Geräten abzulegen, die nicht der Kontrolle der IT-Abteilung der NASA unterliegen. Auch dies kam aus Bequemlichkeit oder dem Wunsch der Mitarbeiter, bestimmte Arbeiten unterwegs zu Ende zu bringen, immer wieder vor.
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Verschlüsselung sollte grundsätzlich in jedem Unternehmen standard sein. Ist ja kein Hexenwerk.
 
@Bergilein: Vor allem hätte ich bei der NASA vermutet, dass die die Rechner zentral managen und zwangsweise mit Festplattenverschlüsselung versehen... ist anscheinend aber nicht der Fall.
 
@rallef: Wer weiß, evt. ist ja dieses Heimatschutzministerium dagegen ? Zumindest bei der Einreise in die USA mögen die HDD-Verschlüsselung und denen nicht bekanntes Passwort dafür ja sehr *fg Und ein Weltallflug ist schließlich irgendwo auch eine Aus und Einreise *fg
 
@DerTigga: Als Pointe nicht schlecht ;-)
 
Ich wusste gar nicht, dass es noch Firmen gibt, die Ihre Festplatten auf mobilen Geräten nicht verschlüsseln. Und gerade die NASA bekommt das nicht hin? Kein Mitleid.


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