Surface-Senf: Gutes Tablet, Software mit Macken

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Microsoft bietet mit dem Surface RT sein erstes eigenes Tablet an. Wir haben das Gerät in den letzten Tagen intensiv im (Arbeits-)Alltag getestet und berichten in diesem Artikel über unsere Erfahrungen. Nach anfänglicher Begeisterung ist bei vielen Käufern der ersten Stunde inzwischen Ernüchterung eingekehrt, was allerdings nicht darüber hinwegtäuschen sollte, dass Microsoft mit dem Surface ein durchaus guter Einstieg in direkten Wettbewerb mit seinen Hardware-Partnern und der Konkurrenz aus dem Hause Apple oder Google gelungen ist. Microsoft Surface TabletMicrosoft Surface RT mit Type Cover Die Hardware
Die Hardware des Microsoft Surface mit Windows RT ist sicherlich über fast jeden Zweifel erhaben, hat man doch unzählige Arbeits­stunden in deren Perfektionierung investiert. Das Gesamtkonzept wirkt durchaus stimmig, sind Details wie der Ständer und das Gehäusedesign doch gut durchdacht. Das Display ist aktuell vielleicht der beste Bildschirm in dieser Größenordnung, wenn es nicht um die Auflösung geht.

Zwar löst das 10,6 Zoll große Display des Surface "nur" mit 1366x768 Pixeln auf, doch wo andere versuchen, eine hohe Bildqualität durch eine extrem hohe Auflösung zu erreichen, setzt Microsoft auf eine clevere Kombination aus hochwertiger Technologie, deren Implementierung und seinem Steckenpferd, der Software.

Weil das Display des Surface direkt mit der Abdeckung aus Corning Gorilla Glass verbunden ist, spiegelt es tatsächlich weniger stark als bei manch anderem Tablet, auch wenn die Farbtreue nicht ganz an das Niveau von Apples iPad heranreicht.

Dank der hauseigenen Cleartype-Technologie und deren Subpixel-Rendering wirken Schriften und andere Objekte trotz der im Vergleich zu manch anderem Tablet geringeren Auflösung sehr scharf und werden bestens lesbar dargestellt. Das Lesen von Bildschirminhalten ist auf dem Surface beinahe ein Vergnügen, woran deutlich zu merken ist, dass Microsoft hier viel Wert auf Qualität gelegt hat.

Das Gewicht des Surface ist besser verteilt als bei vielen anderen Tablets, da der Akku sich über die gesamte Breite des Gehäuses erstreckt. Das Gerät lässt sich auch mit einer Hand gut halten, nach einiger Zeit wird dies jedoch recht anstrengend, so dass man dazu tendiert, das Tablet lieber auf einem Tisch zu betreiben. Microsoft Surface TabletKlappständer am Surface RT Hier wird der integrierte Ständer zu einer echten Stärke, denn statt erst ein Dock zu suchen, oder mit einem faltbaren Cover eine richtige Standposition finden zu müssen, wird dieser einfach ausgeklappt und das Surface auf einer ebenen Fläche aufgestellt. Eben sollte der Untergrund deshalb sein, weil das Tablet sonst sehr wacklig steht und man ein Umfallen tunlichst vermeiden möchte.

Da das Scharnier auf der Rückseite aber recht weit unten angebracht ist, sorgt der Ständer nicht immer für einen stabilen Stand. Zwar lässt sich das Tablet bei Bedarf auch auf dem Schoß durchaus einsetzen und mit einem der Keyboard-Cover auch für die Eingabe von längeren Texten nutzen, doch dabei sollte man vorsichtig vorgehen. Hat man es sich einmal bequem gemacht, kann es vorkommen, dass das Tablet nach hinten über den Ständer fällt. Microsoft Surface TabletSurface Tablet kurz vor dem Absturz Dies ist vor allem auf die zu geringe Aufstellfläche des Ständers und dessen Position im unteren Teil des Tablets zurückzuführen, die nicht mehr ausreichen, sobald sich die Unterlage - in diesem Fall die Oberschenkel - zu stark neigen. Auch sonst fragt man sich manchmal, wen Microsoft bezüglich des Anstellwinkels des Tablets bei ausgeklapptem Ständer um seine Meinung gefragt hat.

Sitzt der Anwender nämlich an einem normalen Schreibtisch davor und will mit dem Tastatur-Cover Eingaben vornehmen, wirkt der Winkel von 22 Grad etwas zu steil. Dies sorgte bei uns in der Redaktion für die einhellige Meinung, dass man das Tablet wohl etwas von sich weg schieben muss, um als Mensch von durchschnittlicher Körpergröße nicht ständig "von oben" auf das Display zu schauen.

Microsoft Surface-Tablet im WinFuture-Hands-On

Der Blickwinkel, mit dem der Nutzer den Bildschirm am Schreibtisch betrachtet, spielt allerdings eigentlich nur eine untergeordnete Rolle, weil es sich schließlich um ein IPS-Display handelt, das auch von der Seite gut ablesbar ist. Trotzdem könnte Microsoft durch eine etwas höhere Positionierung des Scharniers sicherlich für mehr Standfestigkeit sorgen und wenn das Ganze dann auch noch mehrstufig einstellbar wäre, würde dies sicherlich für noch mehr Komfort sorgen.

Da die Kamera auf der Rückseite ebenfalls angewinkelt wurde, sollte sie eigentliche einen optimalen Blickwinkel bieten. Im Alltag zeigt sich aber, dass vielleicht etwas stärker geneigt werden müsste oder ein Weitwinkelobjektiv mit größerem Blickfeld zum Einsatz kommen sollte. Der USB-Port des Surface erweist sich als äußerst nützlich, lassen sich darüber doch fast beliebig Peripheriegeräte anschließen. Microsoft Surface TabletRückwärtige Kamera am Surface RT Umfangreiche Treiberunterstützung
Wie umfangreich die Treiberunterstützung beim Surface dank der Windows-Basis ist, zeigt das Beispiel unseres HP-Kombigeräts: Selbst unter Windows 7 muss für das auf professionelle Anwender ausgerichtete Drucker-Monster ein fast 400 Megabyte umfassendes Paket installiert werden - beim Surface wird der Drucker vollkommen automatisch erkannt und ist innerhalb von 30 Sekunden einsatzbereit.

Die Möglichkeit, fast alle ohnehin im Haushalt vorhandenen Peripheriegeräte in Verbindung mit dem Surface zu nutzen, ist sicherlich einer der großen Vorteile von Microsofts erstem Tablet beziehungsweise von Windows RT im Allgemeinen.

Der magnetische Stromanschluss mit seinen fünf Kontakten ist theoretisch eine schöne Konstruktion, spielt es doch keine Rolle in welcher Richtung er an das Tablet gesteckt wird. In der Praxis landet er jedoch häufig leicht schräg am Gerät, so dass man etwas nachhelfen muss. Microsoft Surface TabletSchräg sitzender Stromstecker am Surface RT Dies sollte allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Stecker deutlich praktischer ist, als der klassische Stromanschluss der meisten anderen Tablets. Auch hier zeigt sich also, dass die Redmonder viel Zeit in gute Ideen investiert haben, auch wenn es manchmal noch etwas an der Umsetzung hakt, wie sich auch beim Ständer und den Kameras gezeigt hat.

Echter Schwachpunkt
Der einzige echte Schwachpunkt der Hardware des Surface mit Windows RT sind die Lautsprecher. Während das Gerät bei Verwendung des integrierten Kopfhöreranschlusses eine überdurchschnittlich hohe Lautstärke herauspumpt, enttäuschen die links und rechts vom Display angebrachten Lautsprecher auf ganzer Linie. Microsoft Surface TabletMini-Lautsprecher (links), MicroHDMI-Ausgang und USB-2.0-Port Sie klingen nicht nur blechern, wie man es ja auch von anderen Tablets oder Notebooks im Allgemeinen kennt, sondern sind auch viel zu leise. Vielleicht hat Microsoft hier für eine künstliche Begrenzung gesorgt, um ein unangenehmes Klirren zu vermeiden, doch aktuell sind die Lautsprecher sogar zu leise, um eine moderat laute Umgebung in Innenräumen zu übertönen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite wie uns die Tastatur-Cover gefallen haben, wie es sich mit der Leistung des verbauten ARM-Prozessors verhält, wie es um das Software-Angebot bestellt ist und wie unser abschließendes Fazit lautet.

Jetzt weiterlesen: Surface-Senf Seite 2


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