Elitesoldaten für Mitarbeit an Shooter-Spiel bestraft

Das US-Verteidigungsministerium hat sieben Mitglieder der Spezialeinsatztruppe Naval Special Warfare (NSW), auch bekannt als Navy SEALs, wegen des Verrats von Geheiminformationen bestraft, weil sie die Entwickler des Shooter-Spiels Medal Of Honor: Warfighter beraten hatten.

Wie der US-Fernsehsender 'CBSNews' und das Spieleportal 'Polygon' berichten, sind die betroffenen Soldaten weiterhin aktive Mitglieder der Spezialtruppe der US-Marine und gehören dem sogenannten "Team Six" an. Dieses ist an besonders heiklen Einsätzen beteiligt. Einer der SEALs soll sogar an der Kommandoaktion beteiligt gewesen sein, bei der Osama Bin Laden getötet wurde.

Die Soldaten hatten als bezahlte Berater für Electronic Arts gearbeitet und ihr Wissen in die Entwicklung von Medal Of Honor: Warfighter einfließen lassen. Gegen sie wurden nun Disziplinarstrafen verhängt, die unter anderem dafür sorgen, dass sie in Zukunft nicht mehr befördert werden. Außerdem wurde ihnen für zwei Monate die Hälfte ihres Gehalts gestrichen. Gegen vier weitere frühere Mitglieder der Navy SEALs, die inzwischen nicht mehr Teil des Team Six sind, wird derzeit noch ermittelt.

Die Soldaten halfen EA bei der Arbeit an Warfighter, um eine möglichst große Realitätsnähe zu gewährleisten. Ihnen wird jedoch vorgeworfen, dabei geheimes Material verwendet und dadurch gegen eine Reihe von Vorschriften verstoßen zu haben. Unter anderem seien Ausrüstungsteile missbraucht und Dienstgeheimnisse verraten worden.


Die Mitglieder der US-Spezialeinheit beraten häufiger Außenstehende, darunter auch Filmemacher. Zuletzt hatten SEALs die Produzenten von "Act of Valor" und zwei anderen noch nicht veröffentlichten Hollywood-Filmen beraten, wobei sie die Zustimmung des Kommandeurs bekommen hatten, der für die Aktion gegen Osama Bin Laden zuständig war.

Im Fall der nun bestraften Soldaten liegen keine konkreten Angaben zur Art der von ihnen verratenen Informationen vor, problematisch soll aber auch sein, dass sie sich nicht an ein in Kreisen der SEALs geltendes "ungeschriebenes Gesetz" hielten, "stille Krieger" zu sein, das Rampenlicht meiden.
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witzig, digitales mithelfen bei digitalen pixelmorden wird bestraft - für die Eliminierung von "Schurken" die je nach Tageslage vom Präsidenten auf Todeslisten geschrieben werden, gibts Orden... wie pervers....
 
@Rikibu: Tageslage ? Oha ein Insider hier auf Winfuture. Das hätte ich nicht gedacht.
 
@Rikibu: Ich werde jetzt einfach mal dein Weltbild zerstören. Osama Bin Laden war nicht der gute Weihnachtsmann, auch wenn gewisse Merkmale zu ähnlichen Erkennungsmerkmalen führten.
 
[re:3] algo am 09.11.12 12:21 Uhr
(-10
@Tomarr: Trotzdem hätte man ihn nicht töten sollen. Klar, er hat zwar nur über 4000 Menschen ermordet, war für viele Anschläge im Westen verantwortlich und schwafelte etwas von 'Tod den Ungläubigen', aber deshalb ihn bestrafen ? Was hat man sich dabei gedacht ? ^^
 
@Tomarr: aber die USA sind noch immer ein Rechtsstaat und zu einem solchen gehört das Recht auf einen Prozess mit Verteidiger und erst dann folgt das Urteil. Abgesehen davon hätten auch England, Spanien und weitere Länder das Recht gehabt, Bin Laden zu verhören und vor Gericht zu stellen. Die Al quaida hat ja nicht exklusiv in den USA Menschenleben auf dem Gewissen.


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