Me.ga: Kim Dotcom wurde die Domain entzogen

Große Pläne hat der Gründer des in diesem Jahr geschlossenen Filehosters Megaupload für den 20. Januar 2013 angekündigt. Erste Informationen zu diesem neuen Projekt konnte man bisher unter der Domain Me.ga einsehen.

Inzwischen verläuft der Nameservereintrag zu dieser Domain ins Leere und beim Aufruf der Adresse zeigt sich im Browser auch keine Seite mehr. Auf verschiedenen Plattformen im Internet ist diesbezüglich zu lesen, dass der zuständige Minister von Gabun, jenes Land, zu dem diese länderspezifische Top-Level-Domain gehört, persönlich dafür gesorgt hat.

Megaupload-Support von Musikern (HD-Version)

Über diese Adresse soll keine Plattform für vorsätzliche Urheberrechtsverletzungen starten, sagte er. Folglich wird der neue Dienst von Kim Dotcom im Januar nicht unter dieser Adresse erreichbar sein. Der Megaupload-Gründer zeigt sich diesbezüglich gelassen. Man will nun eine andere Adresse für diesen Dienst verwenden.

Siehe auch: Megaupload-Gründer will Unterseekabel bauen

Über Twitter teilte Dotcom mit, dass diese Entscheidung mit dem Einfluss der US-amerikanischen Regierung und der Unterhaltungsindustrie zusammenhängen soll. Konkret führte er das Unternehmen Vivendi an. Die besagte Top-Level-Domain von Gabun wurde im Jahr 1994 eingeführt und wird von der Gabon Telecom verwaltet. Der Telekommunikationskonzern ist eine Tochterfirma von Vivendi.


Abgesehen von dieser offiziellen Begründung für die abgeschaltete Domain Me.ga gibt es noch eine weitere Erklärung, welche von 'Torrentfreak.com' veröffentlicht wurde. Angeblich habe die Domain in den letzten Stunden zur Webseite einer Gruppierung namens Omega weitergeleitet, die wenig von den Machenschaften von Dotcom hält.

Den eigenen Angaben zufolge will die Gruppe im Besitz der Domain sein. Ferner würde man die Domain auch unter Umständen an die Gegner von Dotcom verkaufen, heißt es. 10 Prozent der Einnahmen würde man an eine wohltätige Organisation des Landes Gabun spenden.
Mehr zum Thema: Mega
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Wenn es jetzt schon so los geht, was wird dann erst bei Release los sein? Es macht doch langsam den Eindruck, als könnte es noch recht hässlich werden...
 
Ich finde super wie Werbung heute funktioniert. Werbung sind heute nicht mehr bildchen und blinkerchen die durch den Bildschirm fliegen sondern Werbung werden heute als Nachrichten verfasst. Das ist jetzt keine Kritik gegen WInfuture selber sondern generelle Kritik. Denn folglich kommt nach dieser News eine weitere, worunter denn dieser Deinst schlussendlich doch erreichbar ist. Nur... wen interessiert? Ich meine das sind doch keine Nachrichten für Wissbegierige das ist schlichtweg Werbung. Dies hat null Informationspotential, besten Falls Boulevard. Da könnte man auch über die Schwangerschaft der Schwedischen Kronprinzessin hier berichten, Witek hatte ja angedeutet mal über den Tellerrand schauen zu müssen. Ich weiß wirklich nicht wem solche Informationen gut tun soll, außer dem Betreiber solcher Dienste.
 
[re:1] nodq am 07.11.12 19:39 Uhr
(+5
@wasserhirsch: Nach der Logik dürfte man NICHTS, rein gar nichts mehr schreiben über irgendwas. Oder gar sprechen, so könnt man wirklich ALLES als Werbung auffassen. Entweder man nimmt es so hin oder man stellt sich auf Taub/Blind und bleibt den Informations Quellen komplett fern.
 
@wasserhirsch: So gesehen sind dann doch alle Nachrichten Werbung. Ob's um Politik(Parteien, Personen), Firmen oder sonstigen geht. Mit jeder Nachricht wird dann doch Werbung gemacht oder nicht? In jeder Nachricht fällt ein Name einer Person, eines Dienstes, einer Partei oder einer Firma.
 
@nodq: Es ist eigentlich eher die Tendenz die ich kritisiere als diese einzelne "Schlagzeile". Denn IT-News sehen heute nur noch so aus, das man darüber bericht erstattet was Firmen denn so tun und lassen, fleißig mit Links befüllt - herrlich. Wo sind die News über Fortschritte, Forschungen, neue Entwicklungen. Wo sind Reviews über neue Produkte, Hardwaretests, Vergleiche. Das ist alles heute nur noch "Firma A hat B die hosen ausgezogen und C findets lustig das bei D die Domain ausgefallen ist". uff... Das ist irgendwie null bereichernd.


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