Megaupload-Nachfolger startet am 20. Januar 2013

Nachdem Kim Dotcom vor einigen Wochen erste Angaben zum Nachfolgeprojekt des im Januar geschlossenen Filehosting-Dienstes Megaupload machte, gibt es nun ein konkretes Datum. Der neue Service Mega startet am 20. Januar 2013.

Seit heute ist unter der Adresse 'Me.ga' eine neue Website zu erreichen, auf der über die Pläne für den neuen Dienst ausführlich informiert wird. Mega soll nach Angaben von Dotcom erneut die Möglichkeit zum Austausch von Dateien zwischen Internet-Nutzern über die Server des Unternehmens und von dessen Partnern ermöglich, setzt dabei aber im Gegensatz zu Megaupload auf eine grundsätzliche Verschlüsselung.

Auf der neuen Website heißt es in den bei Dotcom üblichen großen Worten, dass man ab 20. Januar 2013 die Welt verändern werde. Man will angeblich das eigene Versprechen einhalten und einen Dienst bieten, der größer, besser, schneller, stärker und sicherer ist als Megaupload.

Die Nutzer sollen die Möglichkeit bekommen, wie bei anderen Cloud-Speicherdiensten ihre Dateien nicht nur per Upload im Browser auf die Server von Mega zu laden, sondern auch über einen System-Ordner, eine Art virtuelles Laufwerk oder Dateisystem-Mount. Die Daten werden per AES-Verschlüsselung vor dem Zugriff durch unerwünschte Personen geschützt, was vor allem für Rechtssicherheit auf Seiten der Betreiber von Mega sorgen soll, weil sie angeblich nicht wissen können, was die Nutzer hochladen.

Nach Ansicht von Kim Dotcom gibt dies den Anwendern einerseits die Möglichkeit, beliebige Dateien zu verbreiten, sorgt aber auch dafür, dass sein Unternehmen nicht wegen Urheberrechtsverletzungen belangt werden kann. Um dies zu ermöglichen, müssten die Gesetzgeber in aller Welt zunächst die Verschlüsselung von Daten für illegal erklären, so der früher auch als "Kimble" bekannte Internet-Unternehmer vor einigen Wochen in einem Interview.

Mega setzt nicht nur auf eigene Server, sondern will auch zahllose Partner gewinnen, die eigene Systeme in aller Welt sicher betreiben können. Dabei stellen Dotcom und seine Mitstreiter einige Anforderungen an Server-Betreiber. Diese können sich über die neue Website bewerben und müssen garantieren, dass sie Server mit mindestens 20 Terabyte Speicherplatz, hochwertigen RAID-Controllern, Linux-Betriebssystem, mindestens 4 Gigabyte Arbeitsspeicher und einer Anbindung mit einer Geschwindigkeit von mindestens 1 Gbps bieten können.


Eine Zusammenarbeit mit Firmen aus den USA lehnt Mega ab, weil es nicht sicher sei, in den Vereinigten Staaten jedwede Art von Servern mit "user generated" Content zu betreiben. Mega soll laut den Angaben auf der Website vorläufig kostenlos angeboten werden, man sucht jedoch für die Zeit nach dem Launch Investoren, die "an der Erfolgsgeschichte teilhaben wollen".

Langfristig wollen die Betreiber Mega zu einer attraktiven Plattform für Drittanbieter machen, die über eine API eigene Client-Software realisieren. Zu den neuen Features gehört neben diversen anderen Neuerungen auch ein webbasierter Dateimanager, der den parallelen Upload und Download von zahlreichen Dateien mit der Möglichkeit zur Wiederaufnahme bietet.
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hehe der is nicht kleinzubekommen
 
@snAke_LeAder: Der war gemein :)
 
@snAke_LeAder: Abwarten. Megaupload konnte groß werden, weil sich in der Anfangsphase niemand daran gestört hat. War halt einer von vielen. Jetzt fühlen sich dermaßen viele Leute angepisst, dass vermutlich mit allen mitteln versucht wird im Keim zu ersticken, sabotieren und in die Suppe zu spucken. Es wird auf jeden Fall nicht so leicht wie einst.
 
@bowflow: mag sein, aber kim hat sich die vorgesetzte verschlüsselung nicht umsonst ausgedacht und bis jetzt sind sie relativ gescheitert.
 
@bowflow: Kim hat in der Szene sicher viele sympathisanten, die den Dienst nur zu gern nutzen ;-)


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