Windows Store bereitet Entwicklern Probleme

Windows 8, App Store, Windows Store Bildquelle: Microsoft
Entwickler, die ihre Apps über den neuen Windows Store vertreiben wollen, laufen wohl auf ähnliche Probleme zu, wie sie längere Zeit bei Apple kritisiert wurden - insbesondere beim Verifikations-Prozess.
So berichtet beispielsweise der Programmierer Jeffrey Harmon, dass Microsoft sich durchaus Mühe gibt, externe Anbieter von Software darin zu unterstützen, Anwendungen für das neue Betriebssystem Windows 8 bereitzustellen. Im letzten Schritt, der Übermittlung der jeweiligen App zu der Plattform, stellen die Prüfer bei Microsoft dann aber ein großes Hindernis dar.

Harmon erklärte in einem Blog-Posting, dass er seine App "Memorylage" bereits am 29. August zum ersten Mal an den Windows Store geschickt hat. Die Prüfer lehnten es allerdings ab, die Anwendung dann auch freizuschalten. Insgesamt schlugen bisher sechs Versuche einer Übermittlung so fehl. "Und ich weiß immer noch nicht, wodurch dies verursacht wird", so Harmon.

Und dies geschieht einem Entwickler, der durchaus fähig ist, mit Microsofts Plattform und den Vorgaben umzugehen. Wie Harmon ausführte programmiere er bereits seit 17 Jahren Windows-Applikationen, in den letzten Jahren auch mit Microsofts Programmiersprache C#. Zuletzt nahm er auch an einem Seminar für Fortgeschrittene teil, in dem es um die neue Plattform ging. Die fragliche Anwendung wurde in diesem Rahmen auch als bestes Programm aller Teilnehmer ausgezeichnet.

Dem folgte ein ein weiteres Treffen mit Microsoft-Entwicklern, bei der die App begutachtet wurde. Harmon wollte so sicherstellen, dass die möglichst früh in den Windows Store aufgenommen werden kann. Bei einem sehr detaillierten Test wurden hier nur wenige Punkte gefunden, die etwas problematisch waren und die von dem Entwickler behoben werden konnten. Auch auf einem von Microsoft durchgeführten Hackathon erntete das Programm anschließend den ersten Preis.

Als Harmon die App dann schließlich an Microsoft übermittelte, um in den Windows Store zu kommen, erfolgte eine Ablehnung. Die Begründungen waren im ersten, aber auch in den folgenden Fällen nicht hilfreich, so der Entwickler. So wurde beispielsweise nur darauf hingewiesen, dass die App die Tests einmal aus Performance-Gründern, ein anderes Mal wegen Direct 3D, dass von Harmon gar nicht genutzt wird, nicht bestanden hat. Selbst nachdem Microsoft-Entwickler, mit denen Harmon in Kontakt stand, alle Tests mit der App erfolgreich absolvierten und auch das Support-Team des Windows Stores keinerlei Beanstandungen vermelden konnte, wurde der Verifikationsprozess weiter aus den selben Gründen abgebrochen. Obwohl inzwischen eine ganze Reihe von Microsoft-Mitarbeitern bis hin zum höheren Management in den Fall verwickelt sind, gelang es Harmon nicht, seine App pünktlich zum Windows 8-Start in den Store zu bekommen.

Laut dem Entwickler ist es besonders frustrierend, dass man keine genauen Rückmeldungen bekommt, warum eine App abgelehnt wurde. So kann man im besten Fall raten, wo das Problem liegt. Die vergangenen zwei Monate bedeuten für Harmon außerdem neben der eingesetzten Arbeitszeit auch materielle Verluste. Immerhin kann er kein Marketing für seine App machen, solange nicht klar ist, wann sie im Windows Store bereitstehen wird. Und bis dies der Fall ist, gehen vermutlich einige potenzielle Käufer verloren.

Der Fall zeigt dabei, dass Microsoft wohl noch intensiv an seinen Prozessen hinter dem Windows Store arbeiten muss, wenn man schnell auf eine signifikante Zahl von Anwendungen kommen will. Diese Erfahrung musste anfangs auch Apple machen, wo die Zulassungskriterien erst nach und nach transparenter gestaltet wurden. Windows 8, App Store, Windows Store Windows 8, App Store, Windows Store Microsoft
Mehr zum Thema: Microsoft Store & Apps
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