Google: Panne und Kurssturz nach schlechter Bilanz

Der Suchmaschinenriese Google hatte gestern einen ganz schlechten Tag: Nachdem der alles andere als berauschende Quartalsbericht (Q3) einige Stunden zu früh verschickt worden war, reagierte die Börse panisch und ließ die Aktie abstürzen.
Menschliches Versagen. Das ist nach heutigem Stand wohl der Grund für die ungewöhnlichen Szenen, die sich gestern Abend an der New Yorker Börse abgespielt haben. Denn eine nicht autorisierte Fassung der Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2012 gelangte etwa vier Stunden zu früh in die Hände der Banker. Und die waren, wie es unter anderem 'Spiegel Online' schreibt, "verwirrt".

Und weil Verwirrung am Börsenparkett nie gut ist, musste Google einen Kurssturz in Höhe von neun Prozent erleben. Zeitweise wurde die Aktie (auf eigenen Wunsch des kalifornischen Unternehmens) vom Handel ausgesetzt.

Zuvor hatte R.R. Donnelley, der Finanzdienstleister von Google, den Quartalsbericht unbeabsichtigt zu früh an die US-Börsenaufsicht verschickt und damit öffentlich gemacht. Tom Quinlan, CEO des Finanzunternehmens, teilte dem 'Wall Street Journal' mit, dass es eben menschliches Versagen war. Details nannte er jedoch nicht und verwies auf noch laufende Untersuchungen. "So etwas ist nicht üblich in unserer Welt", so Quinlan. "Wäre es das, wären wir längst nicht mehr im Geschäft."

"Schuld" waren aber natürlich auch die mäßigen Google-Zahlen selbst: Das Internet-Unternehmen steigerte zwar seinen Umsatz um 45 Prozent auf rund 14,1 Milliarden Dollar, der Gewinn jedoch fiel um ein Fünftel auf 2,2 Milliarden Dollar. Dieses Bild zeigt sich auch am größten Posten, dem Geschäft mit (Web-)Werbung: Hier nahm Google knapp elf Milliarden Dollar (plus 16 Prozent) ein, allerdings gab es pro Klick etwa 15 Prozent weniger Gewinn.

Verantwortlich für die schlechten Quartalszahlen ist auch die Übernahme der Handysparte von Motorola, die sich (aufgrund hoher Entwicklungskosten für neue Hardware) negativ auf das Geschäft des neuen Mutterkonzerns auswirkt.

Der eigentliche Grund für den ungewöhnlichen Kurssturz an der Börse ist aber eigentlich die Funktionsweise des Aktienhandels. Wie der Börsenexperte Chris Umiastowski in einem lesenswerten Gastbeitrag auf 'Androidcentral' erläutert, seien die Erwartungen bzw. Voraussagen der Analysten schuld daran. Diese waren im Fall von Google (im Schnitt) höher als das eigentliche Ergebnis (Google: 9,03 Dollar/Aktie; Prognose: 10,65 Dollar/Aktie). Umiastowski dazu: "Und wer, wie Google, die Voraussage verpasst, wird bestraft." Mit der realen Finanz-Performance habe das allerdings nicht viel zu tun, so der Finanzexperte. Google, Quartalsergebnis Google, Quartalsergebnis
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