The Pirate Bay stellt komplett auf Cloud-Server um

Das berühmt-berüchtigte Filesharing-Verzeichnis The Pirate Bay (TPB) ändert seine Infrastruktur grundlegend und übersiedelt (fast) komplett in die Cloud. Dadurch soll das Portal besser vor Razzien geschützt sein, zudem sollen so Kosten gesenkt werden.

Wie das Filesharing-Portal 'TorrentFreak' angibt, habe es zuletzt Gerüchte gegeben, dass es - nach 2006 - schon bald zu einer neuerlichen Razzia gegen TPB kommen könnte. TorrentFreak schreibt, dass man bei The Pirate Bay gut für diese "Bedrohung" gerüstete sei, da genügend Backups zur Verfügung stünden, außerdem seien die Server gut versteckt.

Sollte es allerdings zu einer erneuten Polizeiaktion gegen TPB und deren Server kommen, dann könnte es eine Weile dauern bis man alles wieder auf den Zustand davor wiederhergestellt hat. Das ist auch der Grund, warum man nun in die Cloud zieht bzw. das bereits gestern gemacht hat. Die wenigsten TPB-Nutzer dürften davon etwas mitbekommen haben, da die Umstellung gerade einmal fünf Minuten Downtime verursacht hat.

The Pirate Bay wird also ab sofort nicht mehr auf realen Servern gehostet, sondern auf VMs, also virtuellen Maschinen. "Der Schritt in die Cloud erlaubt es TPB, sich von Land zu Land zu bewegen, Grenzen können nahtlos ohne Downtime überwunden werden", so ein TPB-Sprecher. "Die Server müssen nicht einmal von einem einzigen Provider gehostet werden, ja nicht einmal auf demselben Kontinent liegen."


Sollte ein Provider einmal schließen, dann müssten nur die VM-Images hochgeladen und der Load-Balancer konfiguriert werden und man kann praktisch ohne Unterbrechung online sein. Ganz ohne reale Server geht es dann aber doch nicht, TPB betreibt nach wie vor Transit-Router und Load-Balancer selbst.

Durch letzteren läuft die gesamte Nutzer-Kommunikation, Daten sind dort aber nicht gespeichert. Zudem stehen die erwähnten TPB-Server in unterschiedlichen Ländern, was deren Aufspüren schwierig bis unmöglich machen soll. Die Cloud-Server-Provider wissen dabei nichts von ihrem "Glück", da alle Daten verschlüsselt werden.
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Ein noch besserer Schutz wäre gewesen: Solche Informationen zur Infrastruktur nicht in die Welt hinaus zu posaunen.
 
[re:1] 123 am 17.10.12 14:57 Uhr
(+1
@Fallen][Angel: warum?
 
@123: Es ist doch hinreichend bekannt, dass das Verschleiern von Informationen den besten Schutz darstellt
 
[re:3] 123 am 17.10.12 15:23 Uhr
(-2
@zwutz: tatsächlich?
 
@123: http://www.abload.de/img/signu3ym6.jpg


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