Neue Maßnahmen gegen die Piraterie in den USA

Mehrere große Internet Service Provider (ISP) in den USA werden in Kürze damit beginnen, Warnhinweise an Kunden zu versenden, wenn die Zugangsanbieter auf Urheberrechtsverstöße aufmerksam gemacht werden.

'Torrentfreak.com' beruft sich diesbezüglich auf interne Schulungsunterlagen des US-Providers AT&T. Diese neuen Maßnahmen im Kampf gegen die Piraterie sollen bereits Ende November dieses Jahres ergriffen werden. Neben AT&T werden sich an diesem Verfahren voraussichtlich auch weitere große Provider des Landes beteiligen.


Bekannt ist dieses Vorhaben unter mehreren Bezeichnungen, zu denen unter anderem Six-Strikes-System oder Copyright Alert System gehören. Vorgesehen sind diesbezüglich Maßnahmen in mehreren Stufen.

Im ersten Schritt müssen die zugehörigen Rechteinhaber, welche im Hinblick auf das Copyright Alert System mit den Telekommunikationsdienstleistern zusammenarbeiten, die IP-Adresse der betroffenen Nutzer an die Provider übermitteln. Gehen vier Verwarnungen bei den Nutzern ein, so steht es den Providern frei, verschiedene Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Dazu gehören zum Beispiel eine Drosselung der Verbindungsgeschwindigkeit oder die Blockade von häufig besuchten Webseiten. Nur wenn eine Online-Schulung rund um das Thema Urheberrecht von den Kunden abgelegt wird, kann diese Blockade wieder aufgehoben werden - so lauten jedenfalls die bisherigen Vorgaben von AT&T.

Sollten noch mehr Verwarnungen bei den Nutzern eingehen, so können die Rechteinhaber auch die Herausgabe von persönlichen Daten verlangen und rechtliche Schritte einleiten.
Mehr zum Thema: Filesharing
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Tja... und wie soll bei komplett verschlüsseltem Datenverkehr noch erkannt werden, was an einen Internetanschluss gesendet wird? Oder wie sieht es bei der Verwendung von TOR aus? Oder was, wenn verschlüsselte P2P-Verbindungen genutzt werden?
 
@Pizzamann: Macht doch kaum jemand. Die große Masse lädt einfach so über torrent und wird dann halt entsprechend oft erwischt. Ist doch auch ok, dann haben die anderen ihre Ruhe während die Contentindustrie mit denen beschäftigt ist die sich nicht so gut auskennen.
 
@cronoxiii: Klingt zwar hart, ist aber so. Wer sich heute noch irgendwelches geschütztes Material per Torrent besorgt oder es verbreitet, der nutzt wahrscheinlich auch noch eMule. Selbstgemachte Leiden. Obwohl die Strafen für sowas m. E. trotzdem viel zu hoch sind.
 
@DON666: ja selber schuld leider, weil wenn keiner mehr das macht würde die mafia nicht so viel geld bekommen und die geldeintreiber usw schon pleite sein
 
@Pizzamann: Das dürfte auf lange Sicht sehr wahrscheinlich nicht funktionieren, nach meiner Meinung. 1)Sollte der verschlüsselte Datenverkehr in den USA, Frankreich und anderen Ländern zunehmen; sowas lässt sich vielleicht nicht im Einzellfall nachweisen, in der Gesamtheit aber schon; könnte ich mir folgendes Szenario vorstellen. Die Internetanbieter erstellen Whitelisten mit IP Adressen von Youtube, NBC, BBC, ... also allen Seiten wo irgendwas gestreamt, heruntergeladen oder sonstwie ein hohes Datenvolumen zustande kommen könnte. So lang wäre diese Liste noch nicht mals, glaube ich. Bei einem hohen Datenvolumen mit einer anderen IP, besteht dann zumindest ein Anfangsverdacht, wo es dann z.B. eine Drosselung geben könnte. Also irgend soetwas in die Richtung halte ich nicht für unmöglich. 2)Verschlüsseltes-, Annonymes-Filesharing usw. Es gibt laut Wikipedia ca. 50 Programme. Wenn ich mal die abziehe die irgendwie nicht mehr weiterentwickelt werden, komme ich vielleicht so auf 20 bis 25. Das ist einfach zuviel, da gibt es auf keinem ein vernünftiges Angebot. Kein vernünftiges Angebot, keine Nutzer. Bei klassichen Filesharing komme ich, neben den Klickhostern, aber nur auf eMule und Torrent, das bedeutet eben ein sehr großes Angebot.


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