Mobilfunker sollen Sprachtelefonie kostenlos machen

Der indische Telekommunikations-Minister Kapil Sibal sieht die Ära, in dem die Sprachtelefonie die Basis des Geschäftsmodells für Mobilfunkbetreiber darstellte, an ihrem Ende. Diese sollten ihr Business auf die Vermarktung von Datendiensten umstellen und normale Telefonate kostenlos anbieten, forderte er.

""Aktuell hängt die Industrie von dem Umsatz ab, der mit Sprachtelefonie generiert wird, es ist aber an der Zeit, dass die Branche sich entscheidet, in eine Richtung zu gehen, in der Umsätze aus der Datenübertragung kommen und nicht von der Sprache", erklärte Sibal laut einem Bericht der 'India Times' auf einer Breitband-Konferenz.

Damit dies gelingt, so führte er weiter aus, sei es notwendig, dass sich die Denkweise in der Branche verändere. Diese sei immer noch darauf ausgerichtet, vor allem Sprachtelefonie als wichtigstes Produkt anzubieten. Allerdings verändert sich die Realität dahingehend, dass Datenverbindungen für die Nutzer eben kein nützliches Zusatzangebot mehr sind, sondern die zentrale Funktion des Mobilfunks. "Wenn Sie mich fragen, sollte Sprachtelefonie nicht mehr berechnet werden", sagt Sibal.


Wenn es gelingt, die Mobilfunkbranche entsprechend neu auszurichten, würde dies wohl auch zu einer besseren Versorgung vieler Menschen mit mobilen Breitband-Diensten führen, so die Hoffnung des indischen Telekommunikationsministers. Denn wenn die Datenübertragungen als zentrales Produkt angesehen würden, wäre der Anreiz, den Netzausbau schneller voranzutreiben, deutlich stärker gegeben.

Dies hat vor allem auch für Länder wie Indien eine zentrale Bedeutung. Denn gerade in den ländlichen Regionen gibt es oft kaum eine kabelgebundene Versorgung mit Internet-Zugängen. Mobiltelefone stellen hier für viele Menschen die zentralen Zugangssysteme zu Informationen aus dem Internet dar, die für die Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage essenziell sind - wie etwa aktuelle Wetterdaten für die Landwirtschaft.
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Ich bin für eine All-Flat für 15-20€ im Monat (ohne irgendwelche Begrenzungen). Dann muss man sich durch Service von den anderen abheben um Kunden zu gewinnen. Zusätzlich kann man die Kunden mit besseren Smartphone/Handy Preisen für sich gewinnen und zu großer letzt: mit dem besseren Netz! Bin gespannt, wenn wir da endlich sind, lang kann es nicht mehr sein -3-4 Jahre?
 
@hhgs: dürfte für den Preis nicht machbar sein. Da bleibt nicht viel übrig, um mit Service glänzen zu können
 
@hhgs: Gut, dann werden die Leute sich aber darauf einstellen müssen, das der Support extrem darunter leidet oder eingestellt wird. Die Leute die bei den Providern wollen auch ordentlich bezahlt werden, und Investitionen wollen wir ja auch bei unseren Mobilfunknetzen oder? :)
 
@hhgs: Zu aller erst sollte das irreführende Internet-Flat und Telefon-Flat komplett verboten werden. 1und1 bewirbt dies momentan wieder sehr stark im TV.. Dort wird nichts von *"bis zu 300MB" oder *"nur in bestimmte Netze" etc. gesagt, dass findet man dann erst in den kleingedruckten Details auf der Webseite. Da ist 1und1 aber auch nicht alleine, das macht die Telekom etc. auch gerne. Es sollte klipp und klar in der Form beworben werden müssen: "Internet-Flat (300MB Highspeed-3G/LTE)"
 
@hhgs: full flats ohne begrenzungen sind m.E. derzeit utopisch, da es die technik einfach nicht hergibt. wenn ich bedenke, dass die Mobilfunkantennen nur mit Kupferleitungen angeschlossen sind, über die vlt paar Mbit gehen, wird man trotz "full flat" den gleichen speed haben, wie mit limitierung. ergo hat man eher nur das gefühl der freiheit (wie bei einer demokratie ;)) - Mobilfunk ist ein Shared Medium und so lange die Anbindung mit Glas noch nicht realisiert UND das Backbonenetzes noch so schwachbrüstig ist, ist eine aufhebung eher zum nachteil des kunden, als jetzt.


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