Cybercrime: Weniger Fälle aber steigender Schaden

Polizei, Kriminalität, Cybercrime Bildquelle: puamelia / Flickr
Die durch Internet-Kriminalität verursachten Schäden sind erneut angestiegen. Die Fallzahlen sinken zwar, allerdings nehmen Delikte, bei denen signifikante finanzielle Schäden entstehen, weiterhin zu - darunter beispielsweise das Phishing.
Das zeigen das Lagebild "Cybercrime 2011" des Bundeskriminalamtes (BKA) und aktuelle Umfragen des IT-Branchenverbandes BITKOM, die heute in Berlin vorgestellt wurden. "Der Diebstahl digitaler Identitäten entwickelt sich zu einem Massenphänomen, das immer größere Schäden anrichtet", sagte BITKOM-Präsident Dieter Kempf. Bei der Bekämpfung der Computerkriminalität müssten Wirtschaft und Staat ihre Zusammenarbeit verstärken.

Nach der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) beläuft sich die Zahl der erfassten Fälle von Cybercrime im Jahr 2011 auf 59.494 Stück. Dies entspricht nahezu dem bereits hohen Vorjahreswert von 59.839 Fällen. Der Schaden aller Cybercrime-Delikte ist im Jahr 2011 allerdings um 16 Prozent auf insgesamt 71,2 Millionen Euro gestiegen. Dabei entfallen rund 50 Millionen Euro auf Computerbetrug und 21,2 Millionen Euro auf den Betrug mit Zugangsdaten zu Kommunikationsdiensten.

Laut den Ergebnissen einer repräsentativen BITKOM-Umfrage haben im laufenden Jahr 52 Prozent der privaten Internetnutzer bereits persönliche Erfahrungen mit Internetkriminalität gemacht. Das entspricht 28 Millionen Menschen. Bei 36 Prozent oder 20 Millionen Nutzern sind Computer mit Viren oder anderen Schadprogrammen infiziert gewesen. 16 Prozent oder 8,5 Millionen Internetnutzer geben an, dass ihre Zugangsdaten zu verschiedenen Diensten ausspioniert wurden.

Das entspricht einem Anstieg von 3 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Jeder achte (12 Prozent) Internetnutzer ist bereits Opfer eines Betrugs im Zusammenhang mit Online-Shopping geworden, das entspricht etwa 6,5 Millionen Fällen. Es folgt mit 10 Prozent betroffenen Internetusern der unfreiwillige Versand von Spam-Mails vom eigenen E-Mail-Account.

Hinzu kommt eine ganze Bandbreite von Fällen, die keinen finanziellen Schaden verursachen, aber trotzdem in strafbare Bereiche fallen können. So berichten immer mehr Internetnutzer von negativen Erfahrungen mit anderen Menschen. 14 Prozent haben demnach unangenehme Anfragen von Fremden bekommen. Jeder Achte (12 Prozent) ist im Internet sexuell belästigt worden, das entspricht 6,5 Millionen Fällen. Jeweils 4,3 Millionen bzw. 8 Prozent sind im Netz beleidigt worden oder es wurden Unwahrheiten über die Befragten verbreitet. 2,2 Millionen oder 4 Prozent sagen, dass sie gemobbt wurden. Von diesen Delikten sind Jugendliche und junge Erwachsene stärker betroffen als der Durchschnitt.

Im Jahr 2011 hat sich gezeigt, dass mobile Endgeräte wie Smartphones ein zunehmend lukratives Ziel für die Täter darstellen. Von besonderer Bedeutung sind hierbei die Versuche, Smartphones mit Schadsoftware zu infizieren, um beispielsweise an die Daten möglicher SMS-basierter Authentifizierungsverfahren zu gelangen. Dabei bestehen Einsatzmöglichkeiten insbesondere im Bereich des Online-Bankings sowie des Einsatzes von Kreditkarten im Internet. Zudem werden Smartphones zunehmend für Botnetze attraktiv, da sie in der Regel dauerhaft online sind und somit ständig zur Verfügung stehen. Polizei, Kriminalität, Cybercrime Polizei, Kriminalität, Cybercrime puamelia / Flickr
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