Senf 8: Tag 14 – Windows 8, Trumpfkarte Tablet

Asus, Windows 8 Tablet, ASUS Vivo Tab RT Bildquelle: ASUS
Einer der ganz großen Trends der IFA waren zweifellos Tablets und Hybrid-Geräte mit Windows 8. Kein Hersteller scheint wegen des Microsoft-eigenen Surface-Tablets beleidigt zu sein. Ganz im Gegenteil: Viele sehen das neue OS offenbar als Chance. Durchaus zu Recht.
Über Windows 8 am Desktop-PC gehen die Meinungen bekanntlich auseinander, auch der Fokus auf Tablet-Bedienbarkeit ist in diesem Zusammenhang sehr umstritten. Aber das soll heute nicht im Zentrum dieses Beitrags stehen, dieser soll alleine die Tablet- und Touch-Funktionalität von Windows 8 zum Inhalt haben.

Und eines steht für mich fest: Als Tablet-OS funktioniert Windows 8 ausgezeichnet. Die Einschätzung basiert, wie im ersten Beitrag erwähnt, auf der längeren Nutzung eines Series 7 Slate von Samsung, also dem primären Entwickler-Gerät in der Beta-Phase.


Das Series 7 ist ein x86-Tablet, das bedeutet, dass darauf das ganz normale Windows 8 läuft, weil ein vollwertiger PC-Chipsatz drin steckt und nicht wie bei Windows RT einer von ARM. Kleine Anmerkung: Ich habe noch kein RT-Gerät in der Hand gehabt, kann also nur spekulieren, ob und was man dort tatsächlich vermisst.

Auf dem Tablet sieht meine Nutzung von Windows 8 komplett anders aus als vor einem Desktop-Rechner: Ich bin bei Touch-Bedienung praktisch nur auf der Metro-Oberfläche unterwegs. Den Desktop-Modus meide ich nach Möglichkeit. Der ist schlichtweg zu fummelig für Touch, hat allerdings den Vorteil, dass man ein x86-Tablet mit Tastatur, Maus und Dock eben auch als "ganz normalen" PC nutzen oder auch zickige Flash-Seiten ansehen kann.

Insofern finde ich die Entwicklung, die sich gerade auf der IFA abgezeichnet hat, schon ziemlich interessant. Bisher gab es eigentlich kaum einen zwingenden Grund, sich ein Ultrabook zu kaufen. Ein Ultrabook aber, das man auch als Tablet nutzen kann, ist eine andere Geschichte.


Metro und Touch ist eine gelungene Kombination. Die Design-Sprache ist klar, weshalb es leicht fällt, auf dem Start-Schirm das gewünschte Programm zu finden. Das trifft natürlich vor allem für Metro-Apps, aber auch diverse Desktop-Verknüpfungen zu, auch bei letzteren sticht ein Symbol (in einem grau unterlegten Metro-Quadrat) schnell ins Auge.

Die Charms-Bar ist nützlicher als am Desktop, auch ihre Bedienung geht deutlich besser von der Hand: Statt mit der Maus in eine der rechten Ecken fahren zu müssen, zieht man die Leiste einfach per Wisch am (ganzen) rechten Rand heraus. Ähnliches gilt für die linke Seite, dort "schiebt" man die zuletzt verwendeten Anwendungen heraus.

Die in der Charms-Bar integrierten Funktionen ergeben auf einem Tablet sicherlich auch mehr Sinn: Die zentral platzierte Suchfunktion ist praktisch, ich vermisse darin nur eine Möglichkeit, nämlich das direkte Durchsuchen einer Webseite nach einem Stichwort. Die Funktion ist nämlich nicht dort, wo man sie erwarten würde, sondern eher in den versteckt in den Zusatz-Optionen (unglücklich in diesem Zusammenhang: das Werkzeug-Symbol) des integrierten IE10.

Apropos Internet Explorer 10: Der Browser läuft flüssig und ist auch gut per Touch zu bedienen. Und er hat eine Funktionalität, die ich als absolutes Killer-Feature bezeichnen würde: das Vor- und Zurück-Blättern von Webseiten per Wisch. Das hat meines Wissens kein anderer Touch-Browser, Apple, Google und wie sie alle heißen sollten am besten sofort die Banken plündern und sich die Lizenz holen.


Es ist so einfach wie es klingt: Will man im IE10 auf einer Seite zurück, wischt man nach rechts, zieht die vorherige Seite also quasi zurück auf den Schirm. Das ist um Hausecken bequemer als einen Zurück-Knopf treffen zu müssen. Ich erwische mich immer wieder dabei, dass ich die Geste instinktiv auch auf meinem Nexus 7 mache.

Zurück zur Charms-Bar: Auf dem Tablet spielt der Teilen-Knopf eine deutlich prominentere Rolle. Ich verwende den, ganz im Gegensatz zum PC, doch immer wieder. Wenn man etwa auf der Couch sitzt und einen Link findet, den man per Facebook, Twitter oder Mail weitergeben will, dann ist "Teilen" durchaus sinnvoll. Die Funktion merkt sich auch die zuletzt genutzten Übermittlungsarten, auch eine bestimmte Mail-Adresse. Praktisch.

Wo Windows 8 noch zurückhängt, sind die Apps. Langsam füllt sich der Windows Market zwar, mit Ausnahme der Spiele-Abteilung ist die Auswahl eher noch dürftig. Da ist Microsoft aber auf das Wohlwollen externer Entwickler angewiesen. Hier ist allerdings der Stichtag der 26. Oktober, bis dahin sollte aber noch ein wenig was dazukommen.

Mit Windows 8 wird der Tablet-Markt also auf alle Fälle spannender. Das Betriebssystem kann gerade beim Thema Tablets mit der Konkurrenz mithalten, mehr als es Windows Phone 7 bisher bei Smartphones konnte. Und für den Konsumenten ist große Auswahl sicher auch nicht von Nachteil. Dieser Blog-Beitrag repräsentiert ausschließlich die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig jene der WinFuture-Redaktion.

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