Interaktives TV: Nutzer im Westen sind konservativ

Die Nutzer in den Industriestaaten stehen den vielfältigen Kombinationen von Fernsehen und Internet längst nicht so offen gegenüber wie jene in China, Brasilien oder Indien. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die das Marktforschungsunternehmen GfK in dreizehn Ländern durchgeführt hat.

Die Ergebnisse zeigen, dass westliche Konsumenten eher an einer "analogen Mentalität" festhalten, während Zuschauer in Schwellenländern die digitalen Möglichkeiten des vernetzten Fernsehens besser ausschöpfen. So belegt die GfK-Studie, dass ein deutlich höherer Anteil an chinesischen, koreanischen oder indischen Zuschauer die Funktionalitäten von Smart-TV in den letzten Monaten genutzt haben - im Vergleich zu den westlichen Märkten.

Es wurde aber auch klar, dass das so genannte "Social TV" sich noch nicht voll durchgesetzt hat: Weltweit gaben lediglich 28 Prozent der Zuschauer an, dass sie interaktive Programme interessanter finden. Und nur 25 Prozent sind der Ansicht, dass Tweets und Kommentare zu Programmen das Fernseh-Erlebnis steigern. Doch insgesamt zeigen auch hier wiederum Zuschauer in China, Brasilien und Indien ein deutlich höheres Interesse an interaktiven Programmen als beispielsweise Nutzer in Grossbritannien, den USA oder Deutschland.


"Unsere Studienergebnisse zeigen, dass die Fernsehsender interaktive Elemente noch weitaus besser mit den bestehenden Programmen verknüpfen müssen, wenn sie die Zuschauer davon wirklich begeistern wollen", erklärte Richard Preedy von der GfK.

In allen Ländern ist die Internetfähigkeit beim Kauf eines neuen Fernsehers aktuell auch noch weniger wichtig als Preis, Bildschirmgrösse und -technologie. Verbraucher in den westlichen Märkten zeigen sich auch hier distanzierter - während nur 26 Prozent der Verbraucher in Grossbritannien oder 29 Prozent in den USA bei einem Fernseher auf Internetfähigkeit achten, sind es in Indien 61 Prozent und in China 64 Prozent.
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Ja! Der Run auf Flachbildschirme für`s Fernsehen war im letzten Weihnachtsgeschäft ungeborchen, nicht weil die Konservativen plötzlich ausgestorben wären, sondern weil der Empfang mit den Röhrenfernsehen im April dahin ging (jedenfalls ohne das man diverse weitere Geräte kaufen muss).
 
@Graue Maus: Du kannst digital auch mit einer Röhre empfangen ;)
 
@Graue Maus: Das was du meinst war die Abschaltungen von analogem Sat. Neue settop-box und gut is ;)
 
Mir persönlich würde ein TV-Gerät mit Internetanschluss keinen Mehrwert geben. Da ich für TV-Empfang zum einen nicht bereit bin zu zahlen und zum anderen mich für das Medium an sich gar nicht interessiere (salopp gesagt, wenn es das nicht mehrgeben würde, würde ich dem keine Träne hinterher heulen), bringt mit inet Zugang herzlich wenig.
 
Vllt. liegt es auch daran das viele Leute in Industrienationen einen Laptop, einen HTPC, eine PS3 oder eine XBox360 haben. Da brauche ich keinen Ferneseher mit Internet.


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