Obwohl die TV-Kabelnetzbetreiber durch die von ihnen angebotenen Internet-Anschlüsse einen Mehrwert gegenüber anderen Wegen zum Fernsehempfang bieten, geht ihr Marktanteil langsam aber sicher zurück. Vor allem DVB-T legte hingegen stark zu.
Im vergangenen Jahr nutzte jeder vierte Haushalt (25 Prozent) einen Receiver für den digitalen terrestrischen Empfang (DVB-T). Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) im Vorfeld der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin mit. Dies waren mehr als doppelt so viele Haushalte wie im Jahr 2007 (12 Prozent). Damals wurde die Ausstattung der Haushalte mit solchen Empfangsgeräten erstmals erfragt.
Auch die Ausstattung mit Satellitenempfangsgeräten erhöhte sich in diesem Zeitraum von 39 Prozent auf 42 Prozent. Der Anteil der Haushalte mit Kabelanschlüssen ging hingegen von 50 Prozent auf 46 Prozent zurück. Die Ursache dürfte im Gegensatz zum Satelliten-Empfang darin liegen, dass hier noch einmal Gebühren hinzukommen und beispielsweise auch die Zahl der verfügbaren HD-Sender geringer ist.
Letzteres spielt für immer mehr Nutzer eine wichtige Rolle, da der Boom bei Flachbildfernsehern, die HD-Panels ins Haus bringen, weitergeht. Anfang 2012 standen in vier von fünf Haushalten (78 Prozent) solche Geräte. Bis 2016 soll der Anteil nach BITKOM-Berechnungen auf 98 Prozent steigen.
"Flachbildfernseher bieten durch ihre hohe Auflösung besonders scharfe Bilder", sagt Michael Schidlack, TV-Experte beim IT-Branchenverband BITKOM. 5 Prozent der Haushalte leisteten sich im letzten Jahr bereits auch einen Pay-TV Decoder für Zusatzprogramme wie zum Beispiel Sportkanäle, bei denen inzwischen HD-Übertragungen ebenfalls zum Standard gehören.

Auch Unterwegs bestens informiert!




Alle Kommentare zu dieser News anzeigen