Senf 8: Tag 7 - Mrs. Columbo hat ein Problem

Microsoft, Betriebssystem, Windows 8, Design, Interface, Oberfläche, Screenshot, Metro UI, Startscreen Bildquelle: Microsoft
Es mag vielleicht ein Klischee sein, trifft aber sicherlich vielfach zu: Er kümmert sich um den PC, beschäftigt sich mit ihm und hinterfragt ihn, sie nutzt ihn. Veränderungen können gefährlich sein, vor allem dann, wenn die gewohnten Abläufe betroffen sind.
Wie anfangs angekündigt, wollen wir heute mal die Umstellung auf Windows 8 ein wenig aus einer weiblichen Perspektive betrachten. Und zwar aus jener von Mrs. Columbo, meiner Freundin (Nein, sie heißt nicht wirklich so…).

Die Umstellung selbst hat Mrs. Columbo quasi nur nebenbei mitbekommen. Sie war vorgewarnt, dass es von einem Tag auf den anderen nur noch Windows 8 geben wird, für Erklärungen und Einführungen blieb die ersten paar Tage aber keine Zeit ("Ach, lass nur, ich mag heute nicht. Ich kann meine Mails auch am Handy checken.").


Nach ein paar Tagen musste Mrs. Columbo dann aber mal früher aus den Federn als ich, weil sie irgendein Zeug am Computer zu erledigen hatte. Doch anstatt morgens von wildem Schimpfen empfangen zu werden, saß Mrs. Columbo friedlich vor dem Bildschirm, als ob gar nichts anders wäre. Ich: "Öhm. Kennst dich aus?" Sie: "Aber ja. Ist ja alles nicht so schwer."

Später bekam sie dann zwar noch einige grundsätzlich Tipps zur Bedienung, das meiste hatte sie aber schon durch Herumprobieren selbst herausgefunden. Allerdings es ist doch eine Überraschung bzw. interessante Feststellung, dass (weibliche) Normalnutzer ihr PC-Verhalten offenbar weniger hinterfragen als wir Nerds. Windows 8 ist, zumindest in diesem einen Fall, sicherlich auch intuitiv bedienbar, wenn man ohne, sagen wir, "ideologische" Vorbelastung an die Sachen herangeht.

Alle unsere Windows-8-RTM-Videos gibt es hier.

Mrs. Columbo hat nun allerdings ein Problem: Sie mag das "alte" Windows nicht mehr. Das "alte" Windows ist aber nicht etwa Windows 7. Nein, Mrs. Columbo meint damit den Desktop-Modus. Denn eigentlich will sie aus der Metro-Oberfläche gar nicht mehr weg.

"Wieso muss ich die Mails am alten Windows lesen, wenn ich das Symbol (Anm.: Thunderbird) am neuen anklicke?", fragt Mrs. Columbo etwa. Ich: "Aber ist es nicht egal, wo das Programm letzlich angezeigt wird?" "Nein, weil das neue Windows viel schicker ist." Es folgte eine längere Erläuterung der Vorteile der Desktop-Ansicht, allerdings wurde das durch die "Aber es ist schicker!"-Argumentation kurzerhand abgewürgt.


Mrs. Columbo hat sich inzwischen reichlich mit der Optik ihrer Metro-Oberfläche beschäftigt und ist ganz begeistert. Sie sieht auch nach ein paar Tagen noch immer nicht ein, warum sie immer wieder trotzdem noch auf den Desktop muss, ja ist regelrecht unglücklich darüber.

Das mit den Mails hängt übrigens mit einer unglücklichen Kombination zusammen: Die Metro-Mail-App unterstützt nur IMAP-Konten, unser ISP hat aber nur POP3 im Angebot.

Auch ein weiteres Metro-/Desktop-Problem ist Mrs. Columbo aufgefallen: Wenn man die Foto-App nutzen möchte, kann man nicht von dort aus einen Ordner importieren, indem man schlichtweg auf einen Knopf oder ein Symbol drückt und dann ein Verzeichnis auswählt. Stattdessen muss man den Explorer öffnen und den entsprechende Pfad per Rechtsklick in eine "Bibliothek aufnehmen." Zu umständlich, findet Mrs. Columbo und man kann in diesem Fall nur schwer widersprechen.

Und auch wenn sie nicht spielt und sonst auch keine CPU-fordernden Anwendungen nutzt, ist Mrs. Columbo aufgefallen, dass das System insgesamt mehr "flutscht". Ja, das ist sicherlich ein großer Vorteil von Windows 8: Das Betriebssystem reagiert viel direkter und schneller, die früher (auf unserem inzwischen eher durchschnittlichen Rechner) doch immer wieder vorkommenden Leistungsschwankungen gibt es inzwischen nicht mehr.

Das mögen jetzt viele Metro-Ablehner als Bestätigung sehen, dass Microsoft sein Betriebssystem quasi aufgeweicht hat, weil man sich nicht voll und ganz auf echte sowie selbsternannte Poweruser konzentriert. Allerdings sollte man eben auch bedenken, dass Windows für alle da sein soll. Und zumindest in einem Fall ist das Microsoft gelungen: Mrs. Columbo hat einen "schicken" Metro-Schirm, ich hab meinen gewohnten Desktop…

Dieser Blog-Beitrag repräsentiert ausschließlich die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig jene der WinFuture-Redaktion.

Alle Windows-8-News, zahlreiche Videos, Treiber-Downloads und mehr gibt es in unserem großen Windows-8-Special.

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