Windows 8: Toshiba gibt Pläne für ARM-Geräte auf

Der japanische Computerhersteller Toshiba hat sich in einem überraschenden Schritt entschieden, doch nicht wie zunächst angenommen ein eigenes Tablet auf Basis einer ARM-kompatiblen Plattform mit Windows 8 auf den Markt zu bringen.

Das US-Wirtschaftsportal 'Bloomberg BusinessWeek' berichtet, dass Toshiba sein vor einigen Monaten angekündigtes Windows RT-basiertes Tablet und andere ähnliche Systeme vorerst auf Eis gelegt hat. Als Grund für diese Entscheidung werden Verzögerungen bei der Verfügbarkeit bestimmter Komponenten genannt.

Windows 8 auf Toshiba ARM-Notebook mit TI OMAP 4470 (HD-Version)

Toshiba will sich nun vorläufig auf die Verwendung der normalen x86-kompatiblen Version von Windows 8 konzentrieren und seine Geräte somit mit Intel-Prozessoren ausrüsten. Ursprünglich sollte eine ARM-Plattform des amerikanischen Chipherstellers Texas Instruments verwendet werden.

Toshiba verwies darauf, dass man eine zeitnahe Einführung eines eigenen ARM-Tablets angestrebt habe, was aufgrund der Lieferprobleme aber nicht mehr möglich sei. Man wolle nun zwar zunächst auf die x86-Version setzen, werde aber die Möglichkeit von Produkten mit Windows RT weiter prüfen und diese gegebenenfalls später auf den Markt bringen, so Toshiba-Sprecher Eric Paulsen in einer Stellungnahme.


Bisher ist unklar, welche Komponenten von Toshibas Windows RT-Tablet von Engpässen betroffen sind. Als CPU war für das Tablet und ein ebenfalls auf ARM-Basis geplantes Notebook der TI OMAP 4470 Dual-Core ARM Cortex-A9 Prozessor mit bis zu 1,8 Gigahertz und integrierter PowerVR SGX544 Grafikeinheit geplant. Der Chip ist bereits in großen Stückzahlen verfügbar, weshalb nicht davon auszugehen ist, dass er die angeblich schlecht lieferbare Komponente ist.

Das eigentliche Problem bei den Windows RT-Geräten mit den Plattformen von Texas Instruments und Qualcomm sind offenbar die Treiber. Der Analyst Patrick Moorhead erklärte nach Bekanntgabe von Toshibas Aufgabe von Windows RT, dass wohl eher die Treiber Schwierigkeiten machen als die Verfügbarkeit von Bauteilen. Anscheinend gelingt es den Herstellern nicht, die erhoffte Leistung nutzbar zu machen, so dass das Nutzungserlebnis massiv beeinträchtigt wird. Anfangs wird es deshalb wohl nur Tablets mit Windows RT geben, bei denen ein Nvidia Tegra 3 Prozessor verbaut wird.

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"die erhoffte Leistung nutzbar zu mchen," da fehlt ein a bei machen :)
 
"Anscheinend gelingt es den Herstellern nicht, die erhoffte Leistung nutzbar zu mchen, so dass das Nutzungserlebnis massiv beeinträchtigt wird." ---- Ob das in Zusammenhang zu (nicht) investierten Entwickler-Ressourcen steht?
 
@kleister: Denke ich auch! Viele Unternehmen nehmen den Aufwand für sowas viel zu locker. Das sehe ich jeden Tag. Ich denke das so gut wie alle Hardware Partner unfähig sind Produkte auf den Markt zu bringen die die Kunden ausrasten lassen. Ich meine unausgereifte Hardware, schlechter treiber Support, grausames design und vollgemüllt mit zusatzsoftware um teile der kosten zu refinanzieren sind doch Stichworte die wohl jeder kennt. Ich finde das Microsoft den richtigen weg geht und das ganze selbst in die Hand nimmt. Ohne echten iPad Killer wird Windows rt wohl kein durchschlagender Erfolg und die Hardware Partner haben viel zu viel schiss davor so etwas zu Wagen. Sie bleiben lieber in vertrauten Gefilden wo sie mit Standarddreck und Einfallslosigkeit sicheres Geld aber die Kunden nicht glücklich machen. Ich würde mir wünschen das sich diese unternehmen mal ein Stück von Apple abschneiden!
 
@AnisOne: "das so gut wie alle Hardware Partner unfähig sind Produkte auf den Markt zu bringen die die Kunden ausrasten lassen" - Welcher Produzent hätte denn bitte gerne die Fähigkeit, seine Kunden ausrasten zu lassen"? Ziemlich wirr...
 
@bereska: "so gut wie alle Hardware Partner"^^


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