Facebook: 83 Mio. User verletzen Nutzungsregeln

Facebook, Social Network, Logo, Social Media Bildquelle: Facebook
Die Zahl der Nutzerkonten des Sozialen Netzwerks Facebook, die gegen die grundlegenden Nutzungsbedingungen der Betreiber verstoßen, ist offenbar größer als zuletzt angenommen. Facebook selbst geht davon aus, dass rund 8,7 Prozent der aktiven Nutzerkonten regelwidrig sind.
In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC teilte Facebook mit, dass rund 83 Millionen der insgesamt gut 955 Millionen aktiven Nutzerkonten die Nutzungsbedingungen verletzen. 4,8 Prozent der Facebook-Konten sind Doppel-Accounts von Nutzern, die bereits ein zweites Konto haben.

Siehe auch: Werber erhebt schwere Vorwürfe gegen Facebook

Falsch klassifizierte Konten machen einen Anteil von 2,4 Prozent aus. In diesem Fall handelt es sich meist um falsch eingestufte Accounts, also zum Beispiel persönliche Profile, die eigentlich von Unternehmen genutzt werden, oder von Nutzern für ihre Haustiere angelegte Konten. Weitere 1,5 Prozent der Accounts werden von Facebook als "unerwünscht" bezeichnet.

Ein Nutzerkonto gilt dann als unerwünscht, wenn gefälschte Namen und Angaben für den Betrieb eines Accounts verwendet werden, mit dem absichtlich gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen werden soll, um zum Beispiel Spam-Inhalte zu verbreiten.

Die recht hohe Zahl der regelwidrigen Nutzerkonten könnte für Facebook zum Problem werden, weil das Unternehmen derzeit mit massiven Zweifeln bezüglich der Effektivität seines Geschäftsmodells zu kämpfen hat. So ist fraglich, ob das auf den "Likes" der Nutzer aufgebaute Werbesystem für die Werbetreibenden tatsächlich den gewünschten Erfolg bringen kann.

Die britische 'BBC' hatte in den letzten Wochen herausgefunden, dass offenbar ein großer Teil der "Likes" für kommerzielle Produkte von Fake-Nutzern kommt. Die Firma Limited Press, welche auf den Vertrieb von digitalen Inhalten spezialisiert ist, kritisierte außerdem, dass 80 Prozent der Clicks auf ihre Werbemittel von Fake-Nutzer kommen, was die Werbekosten unnötig in die Höhe treibe. Facebook hat inzwischen eine Untersuchung eingeleitet.

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