Gericht zwingt Oracle Itanium-Software anzubieten

Intel, Prozessor, Cpu, Itanium Bildquelle: Intel
Der Software-Konzern Oracle wurde von einem Gericht dazu verpflichtet, weiterhin Versionen seiner Software anzubieten, die auf den Itanium-Prozessoren von Intel laufen. Diese werden vor allem von Hewlett-Packard (HP) noch in breiterem Umfang eingesetzt.
Zum Beginn des letzten Jahres hatte Oracle angekündigt, zukünftig keine Itanium-Versionen mehr anzubieten. Damit reagierte man nach eigenen Angaben auf die mangelnde Nachfrage und die geringe Verbreitung der Plattform. Diese sollte ursprünglich besonders gut für Server mit hohen Leistungsanforderungen geeignet sein, fristet inzwischen allerdings nur noch ein Nischendasein.

Allerdings beharrte HP darauf, seine Itanium-Produktlinien weiterführen zu können und klagte gegen die Entscheidung Oracles. Dabei berief man sich auf Verträge mit dem Software-Konzern, laut denen seitens Oracle noch über längere Zeit Produkte mit Itanium-Support zugesichert werden. Ohne diese dürfte HPs Geschäft mit der Plattform schwierig werden, da es ansonsten kaum noch größere Anbieter gibt.

Die Entscheidung, die der Richter James Kleinberg zu treffen hatte, war aber keineswegs einfach, berichtete die 'Computerworld'. Wie er bei der Urteilsverkündung ausführte, musste erst einmal geklärt werden, ob überhaupt entsprechende Verträge existieren und dann, was deren Wortlaut genau bedeutet. "Schätzungsweise drei Jahrzehnte lang haben diese Großunternehmen auf informeller Basis zusammengearbeitet", erklärte er. "Auch wenn es um Milliardenbeträge ging haben sie Ressourcen geteilt, gemeinsam gearbeitet und Kunden-Support geleistet, während es nur in einer handvoll Ausnahmefällen einen schriftlichen Vertrag gab."

Kleinberg kam letztlich allerdings zu dem Schluss, dass HP sehr gute Gründe hatte, anzunehmen, dass es wie gewohnt weitergeht. Die mündlichen Zusagen und das Verhalten Oracles in der zurückliegenden Zeit sind nach Ansicht des Richters mit einem schriftlichen Vertrag gleichzusetzen. Deshalb müsse das Unternehmen weiterhin Itanium-Versionen seiner Software anbieten, ohne, dass HP dadurch mehr Kosten entstehen. Die Grundlage für die Bandbreite der entsprechenden Produkte ist dabei eine Liste von Anwendungen vom 20. September 2010, für die jeweils Updates bereitzustellen seien. Oracle will gegen die Entscheidung Widerspruch einlegen. Intel, Prozessor, Cpu, Itanium Intel, Prozessor, Cpu, Itanium Intel
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