Über die Wii U ist mittlerweile vieles bekannt. Alles außer Veröffentlichungsdatum und Preis. Einem neuen Gerücht zufolge soll die für Ende des Jahres erwartete Konsole 299 Dollar kosten - das ist teurer als der Vorgänger, dürfte aber dennoch deutlich unter dem Produktionspreis liegen.
Diesen Betrag nannte Shane Satterfield vom der Gaming-Video-Seite 'Gametrailers' in der wöchentlichen Diskussionsrunde 'Invisible Walls': Satterfield meinte, dass er gleich von mehreren Quellen über "bestimmte Kanäle" gehört habe, dass die Wii-U-Heimkonsole 299 Dollar kosten werde. Legt man die branchenübliche 1:1-Umrechnung an, dann dürfte die Konsole in Europa 299 Euro kosten - der Vorgänger kam zu einem Preis von 249 Euro auf den Markt.
Sollte diese Angabe richtig sein, dann dürfte Nintendo in einer Zwickmühle stecken: So sind 299 Dollar/Euro kein entscheidender Vorteil gegenüber Xbox 360 und PlayStation 3, da diese mittlerweile für etwas mehr als 200 Euro zu bekommen sind.
Selbst bei einem im Vergleich zu Sony und Microsoft teureren Preis von 299 Dollar dürfte die Wii U für Nintendo ein Verlustgeschäft sein. Medienberichten zufolge liegt der Herstellungspreis des Geräts, das sich vor allem durch seinen speziellen Bildschirm-Controller auszeichnet, nämlich bei 30.000 japanischen Yen, also umgerechnet 382 Dollar bzw. 310 Euro.
Für den japanischen Traditionshersteller dürfte die verhältnismäßig teure Wii U also ein ziemliches Wagnis sein: Man liegt zwar bereits deutlich unter den Herstellungskosten, kann sich aber nicht erlauben, noch tiefer zu gehen, da die Verluste pro Konsole wohl zu hoch wären.
Zu teuer kann man aber eben auch nicht werden, da Nintendo bereits mehrfach betont hat, dass man nicht den Fehler des 3DS-Starts wiederholen möchte: Die aktuelle Handheld-Konsole von Nintendo blieb anfangs wie Blei in den Regalen liegen (und "bescherte" dem Unternehmen ein kräftiges Minus in den Bilanzen), weil sie zu teuer war, erst nach einer Preissenkung von rund 40 Prozent erholten sich die Zahlen.

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