Arbeitssituation: Schwere Vorwürfe gegen Zalando

Ein Bericht des Fernsehsenders ZDF erhebt schwere Vorwürfe gegen den Online-Versandhändler Zalando: Schlecht bezahlte Mitarbeiter müssten unter miserablen Bedingungen schuften, hieß es in der Sendung ZDFzoom. Das löste einen "Shitstorm" auf Facebook aus, auch Boykott-Aufrufe waren die Folge.
Wie 'Meedia' unter Berufung auf den Bericht von 'ZDFzoom' mit dem Titel "Gnadenlos billig" berichtet, herrschen bei Zalando besonders schlechte Arbeitsbedingungen: So soll es in den Versandlagern keine Sitzmöglichkeiten geben (bzw. ist Sitzen generell verboten), die Beschäftigten würden ständig überwacht, zudem soll es für hunderte Mitarbeiter nur einen (verschmutzten) Toiletten-Container geben. Und das alles bei einem Stundenlohn von 7,01 Euro, dies ist der Mindestlohn für Zeitarbeiter im Osten Deutschlands.

Marc Rosenthal, Autor der Reportage, schickte dazu einen Mitarbeiter in ein Zalando-Lager (Rückgabe) in der Nähe von Berlin, dieser filmte dort mit versteckter Kamera und sprach mit den zumeist aus Polen stammenden und täglich anreisenden Mitarbeitern. Außerdem interviewte Rosenthal ehemalige Beschäftigte, einer sprach im Zusammenhang von so genannten (unbezahlten) Schnupperpraktika etwa von systematischer "Ausbeutung". Ein im Beitrag interviewter Experte dazu: "Das ist ein anderes Deutschland von schlecht bezahlter Arbeitskraft, von Rechtlosigkeit am Arbeitsplatz."

Im Internet, allen voran auf Facebook, kam es gleich nach Ausstrahlung des Beitrags zum so genannten Shitstorm: Facebook-Nutzer empörten sich über Zalando, es gab auch Boykott-Aufrufe. Das Unternehmen selbst reagierte zögerlich, antwortete aber schließlich doch: In einer Stellungnahme heißt es, dass man sich für das "kritische Feedback" bedanken möchte, auf diese Weise könne man sich selbst "immer wieder hinterfragen und verbessern".

Man bestreitet, wenngleich vorsichtig, die Vorwürfe: "Die Eindrücke der Dokumentation spiegeln aus unserer Sicht nicht die Arbeitsatmosphäre in den Zalando-Standorten wieder", heißt es, Zalando schob die Schuld aber zugleich auf seine "Partner": "Im Fall von unserem Lager in Großbeeren (Anm.: wo das ZDF versteckt filmte) arbeitet Zalando mit einem Partner zusammen, der größtenteils für das Personal und für die Prozesse im Lager verantwortlich ist. Diesen Partner werden wir stark prüfen und noch regelmäßiger kontrollieren, damit es zu keinen Missständen mehr kommen kann." Das Unternehmen kündigte an, seine Dienstleister künftig verstärkt prüfen zu wollen.

Wie Meedia schreibt, hat der ZDF-Bericht zumindest eine ganz konkrete Auswirkung: Zalando hat angekündigt, "sofortige Maßnahmen" in Bezug auf die sanitäre Situation durchführen zu wollen. Werbung, E-Commerce, Zalando Werbung, E-Commerce, Zalando Zalando
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