Nintendo muss erneut rote Zahlen bekannt geben

Höher als erwartet sind die Verluste, den der japanische Videospiel- und Konsolenhersteller Nintendo heute bekannt geben musste: Im von April bis Juni dauernden ersten Geschäftsquartal schrieb das Unternehmen rote Zahlen in Höhe von 17,23 Milliarden Yen (182 Millionen Euro).

Dass Nintendo nach wie vor in der Verlustzone steckt, war von Branchenexperten im Vorfeld erwartet worden, allerdings fiel das 'Minus' höher aus als erwartet. Analysten hatten nach Angaben von 'Bloomberg' einen Fehlbetrag von 16,4 Milliarden japanischer Yen (173 Millionen Euro) vorausgesagt.

Nintendo kann sich zumindest damit trösten, dass das Minus geringer ausgefallen ist als noch vor einem Jahr. Damals musste der Wii-Hersteller einen Verlust von 25,5 Milliarden (269,4 Millionen Euro) Yen verkünden. Der Umsatz von Nintendo betrug im ersten Quartal des internen Geschäftsjahres 84,8 Milliarden Yen (896 Millionen Euro).

Allerdings ist der Konzern mit Hauptsitz in Kyoto nicht ganz alleine für das Minus "verantwortlich": Der immer noch starke Yen hat negative Auswirkungen auf das Exportgeschäft des Unternehmens. Allerdings kämpft Big N natürlich auch mit hausgemachten Problemen: So erweist sich der 3DS, die neueste Ausgabe der Nintendo-Taschenkonsole, nach wie vor als Problemkind, das mit enttäuschenden Verkaufszahlen zu kämpfen hat.


Seit dem Start im März des Vorjahres hat das Unternehmen den Preis des 3D-Handhelds um rund 40 Prozent verbilligt, was zwar für gestiegene Verkäufe gesorgt hat (1,86 Millionen Stück weltweit, im Vorjahresquartal waren es 710.000), aber für keine signifikante wirtschaftliche Trendumkehr gesorgt hat. Allerdings sagte ein Nintendo-Sprecher, dass das Unternehmen damit rechne, dass der 3DS ab diesem Monat "profitabel" sein werde.

Natürlich sind auch die schlechten Wii-Zahlen für das Minus mitverantwortlich, im Zeitraum zwischen April und Juni 2012 konnten nur 710.000 Geräte abgesetzt werden, ein Jahr zuvor waren es noch 1,56 Millionen Exemplare. Hier spielt aber natürlich eine Rolle, dass der Nachfolger Wii U vor der Tür steht.
Mehr zum Thema: Wii U
Diese Nachricht empfehlen
Videos zum Thema
 
Wen wunderts? Wenn man halt zum zwanzigsten Mal eine "Mario Party" Version für die Wii raus bringt, zum 35zigsten Mal eine Version von Super Mario rausbringt, das ganze mit einem komischen Controller und einer noch komischeren und im Jahre 1999 stehen gebliebenen Grafik, ist das doch klar... Und wer spielt heute noch Gameboy, wo es schon Playstation Portable und co. mit einer zig mal besseren Grafik gibt... Nintendo hat sich zu lange auf dem Ruhm von NES und SNES ausgeruht... Genau das selbe wie ACER ... jetzt gehts bergab.. Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit der gehen.
 
@KimDotCom: Was bringt mir aber ne PSP wenn es dafür die Spiele nicht gibt? Klar gibt es sie am 3DS oder DS oder oder aber da ist die Grafik auch nicht bombe. Diese Spiele leben einfach mal nicht von der Grafik sondern vom Flair und das kommt auch ohne HD aus. Nintendo hat es ja sogar lange vorgemacht, aber man darf sich auch nicht für immer darauf ausruhen.
 
[re:2] Mezo am 25.07.12 14:37 Uhr
(-3
@CJdoom: komm schon. als würde es für den ds die mega exclusiv titel geben und der preis ist lächerlich. für kaum mehr geld gibts die technisch viel bessere vita.
 
@Mezo: Ja, nur was bringt es einem Super Mario oder Pokemon Fan wenn die Games nicht da sind? Klar mag die Vita besser sein aber wenn die Spiele die man möchte nicht erhältlich sind kaufe ich sie nicht. Ich kaufe mir doch auch kein Motorrad wenn ich es nicht benutzen werde :-)
 
@KimDotCom: Nintendo hat sehr viele Fehler gemacht und ist nicht immer mit der Zeit gegangen bzw. hat den ein oder anderen wichtigen Impuls des Marktes nicht erkannt, da gebe ich dir recht. Aber auf der anderen Seite muss man auch mal sagen, dass die Grafik bei weitem nicht alles ist. Was nutzt mir die beste Grafikbombe, wenn die mir spielerisch keinen Spaß bringt oder keine Story hat? Nintendo selbst hat immer sehr hochwertige Spiele produziert und ist seinen etablierten Marken treu gebrlieben. In meinen Augen kein Fehler. Was jedoch ein Fehler war, die Konsolen nicht auf wenigstens annähernd Konkurrenzniveau zu heben und somit wichtige Spiele-Ports anderer Hersteller zu verpassen, durch die sie die eigene, sehr eingeschränkte Zielgruppe nicht ausgeweitet haben. Denn Nintendo hat sich zu sehr auf Casual-Gamer und sehr junge Spieler konzentriert. Und in Zeiten von sehr leistungsfähigen Smartphones einen globigen Handheld auf den Markt zu bringen war vielleicht auch nicht gerade klug. Das merkt auch Sony, deren Vita sich ja noch schlechter verkauft als der 3DS schon. Aber eben da sieht man wieder, Grafik ist nicht alles...


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen

Schreiben Sie uns Ihre Meinung, bewerten Sie Kommentare oder diskutieren Sie mit anderen WinFuture.de Lesern!

Melden Sie sich jetzt kostenlos an
oder verwenden Sie Ihren bestehenden Zugang.

Wöchentlicher Newsletter

Nintendo Wii U im Preisvergleich

Interessante Nintendo Wii U Produkte

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter