Völlig automatisiert durchsuchen die Betreiber von Facebook die Chat-Unterhaltungen ihrer Mitglieder nach bestimmten Schlüsselwörtern. Dazu hat sich der Sicherheitschef Joe Sullivan kürzlich geäußert.
In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur 'Reuters' machte Sullivan klar, dass man durch die selbst entwickelte Technologie in der Lage ist, komplett automatisiert die Unterhaltungen im Facebook-Chat zu überwachen. Diesbezüglich wird unter anderem auf ein Archiv an Chat-Unterhaltungen zurückgegriffen, welche sexuellen Übergriffen vorausgegangen sind.
Dieses installierte Chat-Überwachungssystem kann die Mitarbeiter von Facebook darauf hinweisen, wenn sich ein vergleichbares Gespräch ergibt. Im nächsten Schritt müssen die Facebook-Angestellten dann entscheiden, ob die Strafermittlungsbehörden informiert werden sollen. Unter dem Strich will man bei Facebook auf diese Weise in der Lage sein, einen Bruchteil der kriminellen Absichten frühzeitig erkennen zu können.
Im März dieses Jahres konnte man zum Beispiel einen namentlich nicht bekannten Mann identifizieren, der sich mit einer 13-Jährigen über das Thema Sex im Chat unterhalten hat. Mit ihr hatte er sich am nächsten Tag verabredet.
Siehe auch: Facebook veröffentlicht Chat-Client für Windows 7
Grundsätzlich spielen bei dieser Überwachungsmaßnahme verschiedene Faktoren eine Rolle. Berücksichtigt werden beispielsweise der jeweilige Aufenthaltsort und der Altersunterschied der zugehörigen Mitglieder. Zudem soll Facebook nur Gespräche von Personen überwachen, die im echten Leben nur wenig gemeinsam haben, über keine gemeinsamen Freunde verfügen und erst seit Kurzem auf Facebook befreundet sind.
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