Verschlüsselung bremst Digitalfernsehen unnötig

Mieterbund, Wohnungsunternehmen und der Verbraucherzentrale Bundesverband haben sich gegen eine künstliche Verteuerung des Fernsehempfangs in Folge der Umstellung auf die digitale Übertragung ausgesprochen. Sie forderten die Sender und Kabelnetzbetreiber auf, Barrieren abzubauen.

Dies bedeutet ihrer Ansicht nach insbesondere, die Grundverschlüsselung als Hindernis für den Umstieg auf den digitalen Kabelempfang abzuschaffen, so eine heute veröffentlichte gemeinsame Stellungnahme. Diese Position unterstützen inzwischen auch die Landesmedienanstalten.

Teurer werden private Fernsehprogramme für Kunden beim Umstieg von analogen auf digitalen Empfang, weil die großen privaten Sender über einzelne Kabelnetzbetreiber über die so genannte Grundverschlüsselung zusätzliche Gebühren erheben. Verbraucher müssen nicht nur einen extra Empfänger zur Entschlüsselung der betreffenden Programme nutzen, sondern zahlen zusätzlich an den Netzbetreiber.


Kürzlich hatte sich auch die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten (ZAK) der Landesmedienanstalten im Interesse einer schnelleren Digitalisierung der kabelgebundenen Rundfunkversorgung dafür ausgesprochen, die Grundverschlüsselung aufzugeben. Die Privatsender finanzieren sich immerhin bereits über Werbung und die Gebühren für die Entschlüsselung sind für sie eine zusätzliche Einnahmequelle, für die es kaum einen nachvollziehbaren Grund gibt.

"Es ist dreist, frei empfangbare TV-Programme erst zu verschlüsseln, um dann für die Entschlüsselung Geld zu verlangen. Das ist moderne Wegelagerei", sagte Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes. Darüber hinaus lässt die technische Realisierung einen Netzbetreiber und Programmanbieter auf Kundendaten zugreifen, die auch zu Werbezwecken missbraucht werden könnten, bemängeln Verbraucherschützer.
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Zum Glück schaue ich kein TV mehr... Zu viel Werbung, Riesen Müll. Schaue mir Nachrichten im Internet an, Dokus und Serien werden legal in HD von Netz gesogen (OCH). (Bin Schweizer). Die SAT/Kabelbetreiber versuchen so viel aus der Tasche zu ziehen wie es nur geht.
 
@Nils16: ...sie haben die senioren und die kunden, die sich einfach nicht so sehr drum kümmern, sondern samstags eben DSDS oder ähnlichen ramsch sehen möchten. die nepper, schlepper, bauernfänger gibt's doch beim netzzugang ebenfalls. ich zahl 20 euro für den zugang, teile ihn mir, telefoniere 0 (mobilfunkgebühr dieses monats: 58 cent). dokus? es gibt so viele freie vorlesungen, z.b. vom timms tübingen, vom mit... da zahle ich kein geld für, sehe, was mich interessiert und bilde mich auch noch weiter. die mindertwertigen entertainmentprodukte überlasse ich gerne anderen (z.b. den "glam-" und fußballtratschern), die dies alles nur sehen und darüber tratschen, um dazuzugehören.
 
@Nils16: Bei mir genau so, bin nun seit 8 Jahren komplett fernsehfrei und ich vermisse genau....Nichts.
 
@Nils16: Schaue auch seit 9 Jahren kein TV mehr. Hin und wieder mal einen Film von DVD etc und das wars... Nachrichtenquellen gibt es genug andere, der Rest des Angebots scheint laut Aussagen von Freunden qualitativ immer weiter abzunehmen :D
 
@Nils16: Dito. Ich schaue seit Jahren kein TV mehr (bin erst 30)... wer sich da noch verbiegen und verblöden lässt, ist selbst schuld (mal abgesehen von Dokumentationen, z.B. arte usw., die sind noch was wert)


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