Kartellvorwurf: Google schlägt EU Kompromiss vor

Google, Logo, Suchmaschine Bildquelle: Google
Seit November 2010 geht die EU-Kommission Beschwerden von Google-Mitbewerbern nach, die dem US-Unternehmen vorwerfen, seine Marktbeherrschung auf dem Suchmaschinenmarkt unlauter auszunutzen. Nachdem die Positionen festgefahren schienen, kommt nun offenbar wieder Bewegung in die Causa.
Wie das US-Technikportal 'Cnet' berichtet, habe Google nun den EU-Wettbewerbshütern im Kartellverfahren gegen das Unternehmen ein Angebot unterbreitet: Und zwar sei man bereit, die Reihenfolge seiner Suchergebnisse zu ändern, wenn die EU-Kommission im Gegenzug die Ermittlungen hinsichtlich einer Dominanz bei der Internet-Suche und Online-Werbung fallen lässt.

So schreibt Cnet, dass Eric Schmidt, der Vorstandsvorsitzende von Google, dem Chef der EU-Kommission Joaquin Almunia einen Brief geschrieben habe, in dem er der europäischen Behörde einen detaillierten Kompromiss anbietet.

Der genaue Text des Schreibens ist zwar nicht bekannt, ein Google-Sprecher hat aber dessen Existenz bestätigt: "Wir haben einen Vorschlag zu den vier Bereichen unterbreitet, die die EU-Kommission als möglicherweise bedenklich einstuft", so Google. Das Unternehmen bekräftigte dabei seinen Willen, mit den EU-Verantwortlichen zusammenarbeiten zu wollen.

Bisher hat das Suchmaschinenunternehmen alle Vorwürfe mit dem Argument zurückgewiesen, dass man im Vergleich zu seinen Rivalen bessere Ergebnisse liefere und alleine deshalb die Konkurrenz fördere. Wie Cnet schreibt, könnte die Bereitschaft zur Änderung des Such-Algorithmus nun als (rückwirkendes) Schuld-Eingeständnis gesehen werden.

Nach Ansicht von Cnet-Autor Charles Cooper dürfte das Google und seine PR-Abteilung aber nur wenig kümmern, da man davon ausgeht, dass sich die Öffentlichkeit eher für Themen wie die nächste Android-Version oder die neue Cyberbrille interessiert und man sogar davon profitieren kann, wenn man sich langwierige juristische Konfrontationen erspart. Eine ähnliche Strategie bzw. Angebot ist auch für eine ähnliche Untersuchung der US-Behörde Federal Trade Commission zu erwarten.

Cnet merkt dabei auch an, dass Google offenbar von den Ermittlungen der Wettbewerbshüter gegen Microsoft gelernt haben dürfte: Mitte der 1990er zeigte das Redmonder Unternehmen, angeführt von Bill Gates und Steve Ballmer, keinerlei Kompromissbereitschaft und konnte (in den USA) nur knapp einer Zerschlagung entgehen. Google, Logo, Suchmaschine Google, Logo, Suchmaschine Google
Mehr zum Thema: Google Inc.
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