Studie: Wii und Kinect machen Kinder nicht fitter

Spielkonsole, Xbox 360, Kinect, Kamera, Bewegungssteuerung, Kinect Play Fit Bildquelle: Microsoft
Videospielsysteme wie Nintendo Wii oder Microsoft Kinect, die mit Bewegungssteuerung arbeiten, haben nicht den Effekt, den sich Eltern davon erwarten bzw. erhoffen. Eine Studie hat nun nämlich festgestellt, dass die Kinder dabei nicht aktiver und somit gesünder werden.
Wie die US-Tageszeitung 'New York Times' berichtet, hat das Baylor College of Medicine in Houston einen Studie durchgeführt, die den Mythos entzaubert, wonach übergewichtige Kinder beim Spielen von Wii oder Kinect Kilos verlieren und dadurch gesünder werden.

Die neueste wissenschaftliche Untersuchung widerspricht damit den Erkenntnissen vorhergegangener Studien: Diese hatten (bei Erwachsenen wie Kindern) festgestellt, dass das Spielen von Wii und Co. zu einer moderaten bis ausgeprägten körperlichen Aktivität führe und somit einen positiven Einfluss auf die Gesundheit habe.


Die Mediziner vom "Children’s Nutrition Research Center" in Houston kommen allerdings zu einem konträren Schluss. Das liegt vor allem daran, dass die aktuelle Studie nicht unter Laborbedingungen durchgeführt worden ist. Als Teilnehmer wurden Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren ausgewählt. Alle hatten einen überdurchschnittlich hohen "Body Mass Index", zudem durften sie bisher zu Hause keine eigene Spielkonsole besitzen.

Alle an der Studie teilnehmenden Kinder erhielten eine Wii-Konsole und einige Spiele dafür. Eine Hälfte, die per Zufall ausgewählt worden ist, bekam eine Reihe besonders "aktiver" Spiele wie EA Sports Active, Dance Dance Revolution und Wii Sports mit, die Kontrollgruppe durfte dagegen "Couch-Games" mitnehmen und spielen.

Alle teilnehmenden Kinder mussten dann während des insgesamt 13 Wochen lang dauernden Studienzeitraumes regelmäßig Beschleunigungssensoren tragen, um einen etwaigen Effekt messen zu können. Die Kinder wurden aber nicht extra ermahnt, regelmäßig mit der Konsole zu "trainieren". Nach Abschluss der Messungen konnten die Wissenschaftler jedoch "keine Beweise" finden, dass die Aktivität der Bewegungsspiele nutzenden Kinder im Vergleich zu den "Couch-Kids" zugenommen habe.

Das Verhalten erklärte der Physiologe Anthony Barnett mit der Tatsache, dass es dabei nur zu einer Verlagerung der körperlichen Aktivität komme: "Wenn man jemandem ein Mehr an physischer Aktivität verschreibt, dann bleibt die Gesamtaktivität während des Tages letztlich gleich, da sie zu anderen Tageszeiten reduziert und somit ausgeglichen wird."

Videospielsysteme mit Bewegungssteuerung mögen deshalb wie eine einfache Lösung erscheinen, um die Kinder von der Couch zu bekommen, sie sind es aber nicht. Kinderarzt Charles T. Cappetta rät deshalb zu "Live-Sport", also körperlichen Aktivitäten außerhalb des Hauses: "Echter Sport ist und bleibt der Gold-Standard für kardiovaskularen Nutzen." Spielkonsole, Xbox 360, Kinect, Kamera, Bewegungssteuerung, Kinect Play Fit Spielkonsole, Xbox 360, Kinect, Kamera, Bewegungssteuerung, Kinect Play Fit Microsoft
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