ZTE/Huawei: Korruptionsaffäre torpediert Expansion

Die beiden chinesischen Technologie-Unternehmen ZTE und Huawei sind in einen Bestechungsskandal in Algerien verwickelt. Manager der Konzerne wurden in dem Land in Abwesenheit zu Haftstrafen von jeweils zehn Jahren verurteilt. Für die Firmen könnte dies zu einem Problem hinsichtlich der Expansionsbemühungen über Chinas Grenzen hinaus führen.

Die algerischen Behörden haben für die beiden ZTE-Manager Dong Tao und Chen Zhibo sowie Xiao Chunfa, bei dem es sich um einen leitenden Angestellten von Huawei handelt, internationale Haftbefehle erwirkt. Neben den Haftstrafen wurden gegen die Verurteilten jeweils auch Geldbußen in Höhe von drei Millionen Dinar (rund 31.000 Euro) verhängt, berichtete die algerische 'Presse-DZ'.

Das Urteil hat auch Folgen für die beiden Unternehmen, in deren Auftrag die Manager in Algerien Geschäfte machten. Sie wurden für die kommenden zwei Jahre von allen öffentlichen Ausschreibungen ausgeschlossen. Angesichts dessen, dass ZTE und Huawei gerade kräftig an ihrer weltweiten Expansion arbeiten und dabei vor allem Schwellen- und Entwicklungsländer im Visier haben, könnte dies dazu führen, dass auch in anderen Ländern wichtige Aufträge wegbrechen. ZTE gehört inzwischen zu den weltweit größten Handyherstellern und Huawei spielt bei der Ausrüstung von Mobilfunknetzen oben mit.


Die Urteile fielen im Rahmen eines größeren Korruptionsskandals, in den auch Mohamed Boukhari, ein ehemaliger Manager der Algérie Télécom, sowie der Geschäftsmann Chami Madjdoub verwickelt waren. Beiden wurde zur Last gelegt, in den Jahren 2003 bis 2006 verdächtige Geldzahlungen angenommen zu haben und in Geldwäsche verwickelt gewesen zu sein. Sie erhielten dafür Haftstrafen in Höhe von jeweils 18 Jahren.

Die verurteilten Manager der chinesischen Firmen sollen über Offshore-Konten insgesamt rund 8 Millionen Euro an Boukhari gezahlt haben, um sich Vorteile bei der Auftragsvergabe zu erkaufen. In ersten Stellungnahmen wollten die beiden Unternehmen sich noch nicht konkret zu der Angelegenheit äußern. Man erklärte lediglich, dass man das Thema sehr ernst nehme und die schriftliche Urteilsbegründung prüfen wolle.
Diese Nachricht empfehlen
Videos zum Thema
 
Ach du lieber Himmel..so wird das nix mit den China-Weltherrschaftsplänen..
 
[re:1] wfhh am 12.06.12 12:09 Uhr
(+1
@joe2075: Naja, Siemens hatte auch schon solche Skandale... Sind halt Menschen die in Unternehmen arbeiten...
 
Ohne Baschich (Schmiergeld) Keine Aufträge nichts neues..sagte mein Reweprof schon damals und ist heute noch so!
 
Und das ist bestimmt nur die Spitze des Eisberges.
 
soooo bestraft man korruption richtig!! liebe EU hier könnt ihr was lernen. naja sollen sie ihre sachen bei NSN kaufen.


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen

Schreiben Sie uns Ihre Meinung, bewerten Sie Kommentare oder diskutieren Sie mit anderen WinFuture.de Lesern!

Melden Sie sich jetzt kostenlos an
oder verwenden Sie Ihren bestehenden Zugang.

Wöchentlicher Newsletter

Beliebte Videos

powered by veeseo

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 13:59Devolo dLAN LiveCam Starter KitDevolo dLAN LiveCam Starter Kit
Original Amazon-Preis
109
Blitzangebot-Preis
88
Ersparnis 19% oder 21
Jetzt Kaufen
Im WinFuture Preisvergleich

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles