Fernseher mit der Fähigkeit, 3D-Inhalte darzustellen, schlagen auf dem deutschen Markt offenbar besser ein, als viele noch vor einiger Zeit vermutet hätten. Jedes vierte verkaufte Gerät verfügt aktuell bereits über eine entsprechende Funktionalität.
Bei den Blu-ray-Playern sind derzeit sogar schon fast 60 Prozent zur Wiedergabe von 3D-Filmen in der Lage. Zwölf Monate zuvor lag der Anteil hier erst bei 34 Prozent. Das ergab eine aktuelle Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK für den IT-Branchenverband BITKOM.
"In den vergangenen Monaten sind viele Blu-ray-Filme in 3D in den Verkauf und Verleih gekommen. Die nun verfügbaren Inhalte und die gesunkenen Gerätepreise haben ein höheres Interesse an den 3D-fähigen Fernsehern und Blu-ray-Playern ausgelöst - das Henne-Ei Problem scheint gelöst", kommentierte BITKOM-Experte Michael Schidlack den Stand der Entwicklung.
In der Startphase der neuen Technologie kamen in 3D im Kino wie später auf Blu-ray überwiegend Animationsfilme auf den Markt. Nun sind vermehrt Realfilme wie die Neuauflage des Klassikers "Titanic" und "Pina" von Wim Wenders mit räumlichem Bild erschienen. So wurden neue Zielgruppen erschlossen.
Die 3D-fähigen Geräte tragen dabei überproportional viel zum Umsatz der Unterhaltungselektronik-Branche bei. Bei den Flachbildfernsehern bringen sie aufgrund ihres höheren Anschaffungspreises derzeit 43 Prozent der Einnahmen, bei den Blu-ray-Playern sogar über 72 Prozent.
In diesem Jahr werden insgesamt wohl so viele Flachbildfernseher verkauft wie noch nie. Der BITKOM rechnet mit einem Verkaufsplus von 3,4 Prozent auf rund 10 Millionen Stück. Gründe für den Verkaufsanstieg sind unter anderem die großen Sportereignisse wie die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Sommerspiele, die Abschaltung der analogen Satellitenübertragung sowie der sinkende Durchschnittspreis der Geräte.


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