Österreich: Empörung über 'widerlichen' Live-Ticker

Die Online-Ausgabe des österreichischen Boulevard-Blatts "Österreich" sorgt derzeit für enorme Empörung bei unseren südlichen Nachbarn: Auf oe24.at, der Webseite der Zeitung, wurde nämlich live das Begräbnis eines ermordeten Siebenjährigen live getickert. Mit Folgen: Microsoft Österreich hat vorerst alle Anzeigen eingefroren.
Die Internet-Seite, die (wie die gedruckte Ausgabe) nicht gerade zu den Qualitätsmedien Österreichs gehört, steht seit gestern massiv unter Beschuss: Wie 'derStandard' berichtet, tickerte die Webseite, die zum Medienreich des Verlegers Wolfgang Fellner gehört, live vom Begräbnis eines ermordeten Kindes.

So gab es auf der Seite geschmacklose Meldung wie "Es hat 20 Grad, die Sonne scheint - den Trauergästen ist jedoch nicht besonders fröhlich zumute" zu lesen. Kaum nachdem dieser höchst fragwürdige Live-Ticker online ging, gab es vor allem via Twitter einen so genannten "Shitstorm". Dort empörten sich allerhand Österreicher, darunter viele Journalisten, über diese Art der Berichterstattung. oe24 Live-TickerSorgt derzeit in Österreich für Aufregung: Ein höchst geschmackloser Live-Ticker von oe24.at So 'twitterte' Hanno Settele, der USA-Korrespondent des Österreichischen Rundfunks (ORF): "Fellner: Widerwärtige Aktion. Welchem kranken Hirn fällt das ein? Und - welches kranke Hirn genehmigt das?" Auch Alexander Warzilek, Geschäftsführer des Österreichischen Presserates, kritisierte die Aktion und meinte, dass "hier etwas massiv danebengegangen ist."

Der dabei immer wieder direkt angesprochene "Österreich"-Verlagschef Wolfgang Fellner bezeichnete die Aktion zwar als "nicht adäquat" und meinte, dass er davon nicht informiert gewesen sei. Allerdings habe der Ticker "sicher nicht in die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen eingegriffen", meint Fellner.

Die Öffentlichkeit und auch so mancher Werbekunde sieht das allerdings deutlich anderes: Nachdem der bekannte österreichische Blogger und Technik-Journalist Georg Holzer auf seiner 'Facebook-Seite' geschrieben hat, dass alle, die auf oe24 Anzeigen schalten bei ihm "unten durch" seien, reagierte Microsoft-Österreich-Sprecher Thomas Lutz sofort und schrieb offiziell im Namen der österreichischen Repräsentanz des Redmonder Konzerns: "Wir sistieren mal unsere Anzeigen bis auf weiteres und sehen uns das genauer an."
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