Urheberrecht: Welche URLs Google löschen muss

Internet, Zensur, Redefreiheit Bildquelle: Eric Drooker
Der Suchmaschinenbetreiber Google hat seinen 'Transparency Report' erweitert: Dabei handelt es sich um eine Reihe an Tools, die zeigen, welche Seiten Google herausfiltern muss und wer die entsprechenden Anträge gestellt hat. Neu dabei ist ein Copyright-Bereich.
Der nun erweiterte 'Transparency Report' von Google ist in zwei Hauptsektionen unterteilt: 'Regierung' und 'Copyright'. Die beiden Bereiche sind auch recht selbsterklärend: Ersterer beschäftigt sich mit politischen Löschanträgen von Regierungen und Behörden.

Google listet dabei auf einer Übersichtseite die Anzahl der jeweiligen Anfragen auf und erklärt auch in kurzen Worten, welcher Natur das vom Netz genommene Material war. Wer auf die dazugehörige Landesflagge klickt, erhält eine genauere Ansicht der Löschwünsche.

Ganz komplett ist die Auflistung allerdings nicht: Informationen über die Anträge der chinesischen Regierung fehlen weitgehend, was daran liegt, dass die Staatsführung des bevölkerungsreichsten Landes der Erde derartige Informationen als Staatsgeheimnisse sieht und eine Veröffentlichung verhindert.

Auch Deutschland ist in der Liste mit dabei: Google schreibt, dass hier der Großteil der Löschwünsche im Zusammenhang mit Gerichtsbeschlüssen wegen Verleumdung steht, einen wesentlichen Teil muss Google auch auf Wunsch der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien aus dem Netz nehmen, vieles davon bezieht sich auf nationalsozialistische Inhalte.

Die zweite Sektion des Reports listet die Verstöße bzw. Löschanfragen zum Thema Urheberrecht auf: Dort ist zu erfahren, dass Google pro Monat über eine Million Links aus dem Index nehmen muss. Vieles in dieser Sektion ist nicht besonders überraschend, ein wesentlicher Teil der Löschwünsche kommt von den "üblichen Verdächtigen" wie Plattenfirmen und Filmstudios bzw. deren Interessensgemeinschaften. Spitzenreiter bei den Löschanfragen ist 'Microsoft': Das Unternehmen stellte alleine im vergangenen Monat mehr als eine halbe Million Löschanträge.

Der Google-Report listet auch die Seiten, gegen die die Anträge eingebracht worden sind. Dort kann man sich "informieren", welche Filesharing-Seiten gerade angesagt sind: Derzeitiger Spitzenreiter ist filestube.com (43.469 URLs im vergangenen Monat), gefolgt von torrentz.eu (23.131 URLs) und 4shared.com (22.259 URLs). Internet, Zensur, Redefreiheit Internet, Zensur, Redefreiheit Eric Drooker
Mehr zum Thema: Filesharing
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren53
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 08:30 Uhr Blade Phone
Blade Phone
Original Amazon-Preis
229,00
Im Preisvergleich ab
?
Blitzangebot-Preis
183,20
Ersparnis zu Amazon 20% oder 45,80

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden