Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung hatte im vergangenen Quartal zwar mit Schwierigkeiten im Geschäft mit Fernsehern und Chips zu kämpfen, die boomende Nachfrage im Markt für mobile Geräte sorgte allerdings dafür, dass unter dem Strich dann doch ein Rekordgewinn herauskam.
Wie das Unternehmen heute mitteilte, wurde ein Nettogewinn in Höhe von 4,45 Milliarden Dollar erzielt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres standen 2,45 Milliarden Dollar Überschuss unter den Bilanzen. Die Erträge aus dem tatsächlichen Geschäftsbetrieb liegen sogar noch etwas höher: 5,16 Milliarden Dollar an operativem Gewinn konnte Samsung ausweisen - das ist etwa doppelt so viel wie noch vor einem Jahr.
Die Grundlage dessen bildet eine rasante Steigerung des Umsatzes: Der südkoreanische Konzern konnte Einnahmen in Höhe von 39,94 Milliarden Dollar für die ersten drei Monate dieses Jahres ausweisen. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs von 22 Prozent.
Rund 70 Prozent der Gewinne zog Samsung dabei aus dem Mobilfunkgeschäft, dessen Umsatz sich inzwischen auf über 20 Milliarden Dollar summierte - das sind 70 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das Unternehmen konnte hier mit lukrativen Smartphones ein sehr gutes Geschäft machen. Dies spülte einen Überschuss von 3,76 Milliarden Dollar in die Kassen. Samsung performt damit in dem Bereich nach Einschätzung der Analysten auf ähnlichem Niveau wie Apple und konnte - was den gesamten Handymarkt angeht - an Nokia vorbeiziehen und sich an die Spitze setzen.
Im Halbleitergeschäft hat Samsung hingegen mit den gleichen Problemen zu kämpfen, wie die gesamte Chipbranche. Der starke Preisverfall auf dem Weltmarkt sorgte hier für einen empfindlichen Einbruch des Umsatzes um 13 Prozent auf knapp über 7 Milliarden Dollar. Schleppend verläuft auch der Absatz von Unterhaltungselektronik: Hier lagen die Einnahmen mit 9,4 Milliarden Dollar zwar über dem Vorjahreswert, aber eben nur um magere 2 Prozent.
Das Samsung-Management geht insgesamt davon aus, die starke Entwicklung in den kommenden Monaten fortsetzen zu können. Immerhin, so betonte Konzernsprecher Robert Yi, habe sich das Unternehmen in verschiedenen Bereichen gerade erst in eine Position gebracht, in der man den Konkurrenzkampf als führende Kraft angehen kann. Angesichts der aktuellen Zahlen dürfte dies als klare Kampfansage an Apple zu verstehen sein.

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