Haftstrafe für Dieb von Millionen Paypal-Identitäten

Internet, E-Commerce, Kreditkarte Bildquelle: Fosforix / Flickr
In Großbritannien wurde ein Krimineller zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, der sich millionenfach Banking- und Paypal-Identitäten verschafft hat. Der Southwark Crown Court in London entschied auf eine Haftdauer von insgesamt 26 Monaten.
Der Mann aus York setzte Malware ein, um andere Anwender auszuspionieren. Im Zeitraum von Januar 2010 bis August 2011 gelang es ihm so, die Daten zu insgesamt rund 8 Millionen Konten zu sammeln. In den meisten Fällen handelte es sich ausschließlich um Namen, Adressen und Geburtsdaten, allerdings schaffte er es auch, die Zugangsdaten zu einer ganzen Reihe von Paypal-Konten und rund 2.700 Bank-Karten zu erlangen.

Bei seinen Taten setzte er jeweils Varianten der Trojaner ZeuS und SpyEye ein, die auf dem Schwarzmarkt genau für diese Zwecke vertrieben werden. Hinzu kam eine Reihe von selbst entwickelten Skripten, mit denen er beispielsweise automatisiert Informationen aus Paypal-Konten auslas, berichtete die 'Daily Mail'.

Die Polizei kam ihm allerdings auf die Schliche, bevor ein ernster Schaden entstehen konnte. Und wie so oft, spielte dabei für die Ermittler der Zufall eine wichtige Rolle. Die Freundin des Täters beging nämlich eine Unachtsamkeit, als sie gestohlene Kreditkarteninformationen einsetzte, um Hotelzimmer zu buchen. Diese konnten dann über den Nickname "G-Zero", den der Täter in Untergrund-Foren nutzte auf eine E-Mail-Adresse zurückgeführt werden, die letztlich die Identität des Täters preisgab.

Als die Polizei ihn verhaftete, hatte er aus seinen Daten gerade einmal einen realen Betrag von rund 3.250 Euro gezogen. Vor Gericht war er geständig und erhielt nun die Haftstrafe verhängt. Seine Freundin kam als Komplizin mit 12 Monaten auf Bewährung davon.

Der Täter wird von den Ermittlern allerdings auch mit einem Einbruch in die Systeme des Handyherstellers Nokia im vergangenen Sommer in Verbindung gebracht. Infolge dessen musste der Konzern wichtige Teile seines internen Netzes für zwei Wochen abschalten. Diese Vorwürfe waren aber nicht Bestandteil des aktuellen Verfahrens und es ist auch nicht klar, ob die Behörden ausreichend Beweise für eine Anklage haben. Internet, E-Commerce, Kreditkarte Internet, E-Commerce, Kreditkarte Fosforix / Flickr
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