Simulator zeigt Städte und ihre Probleme in 3D

Bei der Fraunhofer-Gesellschaft wurde eine neue Simulations-Software entwickelt, die Bürgern und Stadtplanern schnell einen Eindruck über Veränderungen im städtischen Bereich geben soll. Es geht dabei um Prognosen für Lärmpegel, Feinstaubbelastung und Verkehrsaufkommen.
Eine dreidimensionale Darstellung soll den Umgang damit künftig vereinfachen: Während der Nutzer sich virtuell durch seine Stadt bewegt, werden die entsprechenden Daten als grüne, gelbe oder rote Punkte angezeigt. So soll sich direkt erkennen lassen, welche Regionen beispielsweise durch eine neue Autobahn oder veränderte Flugrouten mit zusätzlichen Belastungen zu rechnen haben.

Bisher ermitteln Experten solche Informationen über Simulationsmodelle. Die Daten erhalten sie als 2D-Übersichtskarten, die jedoch oft schwer zu interpretieren sind, da die räumliche Information fehlt. In Zukunft soll es einfacher gehen: Der Städteplaner bewegt sich computergestützt virtuell durch eine dreidimensionale Ansicht der Stadt. Stadt-SimulationDarstellung des Lärmpegels in Städten Eine 3D-Brille ist dabei nach Angaben der Entwickler nicht erforderlich, sie empfiehlt sich allerdings. Die entsprechenden Werte aus der Simulation "schweben" an den zugehörigen Positionen in der 3D-Karte - bei Lärmdaten könnten sie beispielsweise durch rote, gelbe oder grüne Kästen dargestellt sein. Die Abstände der Datenpunkte betragen momentan fünf Meter, dies kann jedoch an den Bedarf angepasst werden.

Wie die Karte dargestellt wird, bestimmt der Anwender. Er kann seinen Standpunkt festlegen, in die Straßenzüge hereinzoomen oder eine Übersichtsansicht wählen. Probleme wie Regionen mit zu hoher Lärmbelastung lassen sich somit schnell eingrenzen. "Für die Simulationen haben wir Standardprogramme verwendet, die sich an EU-Richtlinien zum Lärmschutz orientieren", sagte Roland Blach, der an der Entwicklung beteiligt war. "Die Herausforderung lag vor allem darin, unterschiedliche Simulationsergebnisse nutzerfreundlich darzustellen."

Eine Fragestellung, die die Forscher mit diesem Tool visualisieren konnten, war die Auswirkung des Einsatzes von Elektroautos auf den Lautstärkepegel in der Stadt. Diese sind beim Anfahren zwar kaum zu hören. Ab etwa 30 Stundenkilometern vernimmt man jedoch klar Rollgeräusche, die bereits bei Geschwindigkeiten von 50 Stundenkilometern recht laut werden können.

Nach ersten Simulationen zeigt sich die Tendenz, dass die von den öffentlichen Stellen geforderten gängigen Simulationsmodelle zu stark mitteln. "Wir sehen bislang keinen signifikanten Unterschied des Lärmpegels bei Elektrofahrzeugen und Benzinern, da anscheinend die Rollgeräusche überwiegen", sagte Blach. Stadtsimulator, Stadtplanung Stadtsimulator, Stadtplanung
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