Foxconn greift nach den LCD-Kapazitäten von Sharp

Produktion, LCD, Werk Bildquelle: Samsung
Der chinesische Auftragshersteller Foxconn steigt in den japanischen Elektronikkonzern Sharp ein. Das Unternehmen kaufte einen Anteil von zehn Prozent der Aktien und wird damit zum größten Einzelanleger. Bei dem Deal geht es hauptsächlich um den Zugang zu Displays.
Wie Sharp mitteilte, geht es bei dem Deal um eine Summe von rund 800 Millionen Dollar. Der zwischen den Unternehmen geschlossene Vertrag sieht dabei nicht nur den Erwerb einer Beteiligung vor, sondern auch eine engere Zusammenarbeit im Display-Bereich. Über diese führten die beiden Firmen schon seit einiger Zeit Verhandlungen.

Foxconn sicherte sich somit die Hälfte der Produktionskapazitäten eines LCD-Werkes von Sharp in Japan. Dadurch kann der Auftragshersteller sicherstellen, mittelfristig jeweils größere Mengen an Panels für seine Produktion zu erhalten - und das im oberen Bereich der aktuellen technologischen Entwicklung.

Dies dürfte wohl auch hinsichtlich der weiteren Kooperation mit dem Computerkonzern Apple von Bedeutung sein. Dieser hatte in den letzten Jahren einen schnell wachsenden Bedarf an guten Panels - denn sowohl bei Notebooks als auch bei Tablets und Smartphones gingen die Verkaufszahlen steil nach oben. Das hochauflösende Display des neuen iPad stellte die Zulieferer dabei vor Probleme, denn kaum einer war in der Lage, die benötigte Qualität in den benötigten Stückzahlen anzubieten.

So gingen sowohl Sharp als auch LG Display erst einmal leer aus. Mit Nachbesserungen haben sie aber die Möglichkeit, wieder ins Geschäft zu kommen - denn aktuell musste sich Apple an Samsung wenden, was wegen der laufenden Patent-Auseinandersetzungen und der direkten Konkurrenz im boomenden Mobilgerätemarkt wohl letztlich nur die absolute Notlösung darstellte.

Das Geld von Foxconn dürfte Sharp helfen, den Qualitätsansprüchen Apples bald wieder zu genügen. Aus eigener Kraft sind größere Investitionen derzeit nämlich nur schwer zu stemmen - immerhin wird das Unternehmen das im März endende Geschäftsjahr mit einem Rekordverlust von voraussichtlich 3,5 Milliarden Dollar abschließen. Produktion, LCD, Werk Produktion, LCD, Werk Samsung
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