In Vietnam wird der Ausgabe von SIM-Karten jetzt Grenzen gesetzt. Jede Person soll zukünftig ein Maximum von 18 Stück erhalten dürfen. Eine entsprechende Regulierung soll jetzt vom Telekommunikationsministerium umgesetzt werden, um die Prepaid-Nutzung besser Verwalten zu können.
Laut einem Richtlinienentwurf sollen die Mobilfunkbetreiber pro Kunde maximal drei SIM-Karten ausgeben. Wer mehr benötigt, muss sich dann an einen anderen Anbieter wenden. Von diesen gibt es in Vietnam insgesamt sechs: Viettel, VinaPhone, MobiFone, S-Fone, Vietnamobile und Beeline.
Wie 'Vietnam News' berichtet, ist die Beschränkung durchaus auch im Sinne der Mobilfunkbetreiber, die immerhin einen hohen Aufwand mit zahlreichen mehr oder weniger genutzten SIM-Karten haben. Allerdings halten sie die Beschränkung auf drei Stück pro Person und Anbieter für zu gering.
So führte beispielsweise MobiFone-Chef Nguyen Dinh Chien aus, dass SIM-Karten im vietnamesischen Alltag in zahlreichen Geräten zum Einsatz kommen - wie etwa Mobiltelefonen, Notebooks und auch in lokalen Modems, die stationäre Rechner via 3G online bringen. Eine zu starke Beschränkung könnte so dazu führen, dass gerade die lukrativsten Intensivnutzer zumindest mit einem Teil ihrer Mobilfunkversorgung zu einem Konkurrenten wechseln müssen.
Auch Unternehmen sind von der Regulierung betroffen. Sie dürfen zukünftig nur noch 100 SIM-Karten pro Anbieter buchen. Dadurch soll auch verhindert werden, dass Firmen massiv SIM-Karten einkaufen, um dann über den Schwarzmarkt die Beschränkung für Privatkunden zu umgehen.
Einer der Gründe für die Regulierung liegt den Angaben zufolge in einem florierenden Missbrauch von Sonderangeboten. So kaufen zum Beispiel Schüler große Mengen an vergünstigten Prepaid-Karten, die dann von Anwendern mitbenutzt werden, denen kein Rabatte gewährt werden.


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