BVDW fordert modernes Urheberrecht statt ACTA

Acta, Petition, Stopp Acta Bildquelle: stopp-acta.info
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat Nachbesserungen am internationalen Handelsabkommen ACTA gefordert. Die Branchenorganisation erklärte, dass insbesondere Verbraucher nicht durch ACTA kriminalisiert werden dürften.
Zwar sei ein Urheberrechtsschutzes zugunsten der Rechteinhaber notwendig, dieser dürfe aber nicht einseitig auf Kosten der Verbraucher, der Unternehmen der digitalen Wirtschaft oder der Vielfalt und Freiheit im Netz erfolgen. Der Verband regte daher eine grundsätzliche Weiterentwicklung des Urheberrechts für einen modernen Rechtsrahmen an. Dieser müsse Kreativität, Vielfalt und Freiheit in einen angemessenen Ausgleich bringen und insbesondere die Position der werkschaffenden Kreativen stärken - und nicht die der Rechteverwerter, wie es aktuell meist der Fall ist.

Der BVDW begrüßte in seiner Stellungnahme die aktuelle politische Debatte zur Zukunft des Urheberrechts in der digitalen Welt. Man forderte dafür einen konstruktiven und gemeinsamen Dialog von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, um ein besseres Verständnis bei den Verbrauchern für die Notwendigkeit des Urheberrechts zu schaffen.

"Das Vorgehen, ACTA hinter nahezu vollständig verschlossenen Türen zu verhandeln, schürte bei den Verbrauchern Unsicherheit und Ängste. Zudem lassen die oft sehr weit gefassten und nicht eindeutigen Formulierungen von ACTA zu viel Interpretationsraum. Was wir stattdessen brauchen, ist ein für die Nutzer verständliches Urheberrecht", erklärte BVDW-Vizepräsident Matthias Ehrlich.

Der BVDW kritisierte, dass ACTA weiter den umstrittenen Ansatz propagiert, die Verfolgung potenzieller Rechtsverstöße ohne richterliche Kontrolle in Vereinbarungen zwischen Rechteverwertern und Internetwirtschaft zu regeln. Dabei bestehe die Gefahr, dass rechtsstaatliche Absicherungen der Betroffenen unterhöhlt werden. "Wer ein breit akzeptiertes Urheberrecht will, muss eine Kriminalisierung von Alltagshandlungen im digitalen Kosmos verhindern und Regeln schaffen, die für die Nutzer auch ohne Jurastudium verständlich und nachvollziehbar sind", so Ehrlich.

Anstelle einer einseitigen Debatte über eine verschärfte Durchsetzung des Urheberrechts sollte nach Ansicht des Verbandes eine breiter angelegte Debatte über die grundsätzliche Weiterentwicklung des Urheberrechts zur Anpassung an die Realitäten der digitalen Welt geführt werden. "Ein moderner Rechtsrahmen für das Urheberrecht muss der Digitalisierung von Inhalten Rechnung tragen", erklärte der BVDW-Chef weiter. Acta, Petition, Stopp Acta Acta, Petition, Stopp Acta stopp-acta.info
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren43
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 18:30 Uhr LG 55 Zoll OLED Fernseher (Ultra HD, Triple Tuner, Smart-TV)
LG 55 Zoll OLED Fernseher (Ultra HD, Triple Tuner, Smart-TV)
Original Amazon-Preis
2.339
Im Preisvergleich ab
2.222
Blitzangebot-Preis
2.099
Ersparnis zu Amazon 10% oder 240

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden