Irrelevant? Windows-Systeme mit 92 % Marktanteil

"Im (Silicon) Valley wird alles unter 92 Prozent Marktanteil als nicht mehr relevant bezeichnet" titelt der Technik-Journalist Ed Bott ironisch auf seinem 'Blog'. Damit spielt er auf die jüngsten (Gesamt-)Zahlen genutzter Microsoft-Betriebssysteme an.

Microsoft werde von vermeintlichen Brancheninsidern immer wieder als "irrelevant" bezeichnet, schreibt Bott, also mehr oder weniger totgesagt. In der "Blase, die sich Silicon Valley nennt", schreibt der bei ZDNet tätige Journalist, sei das ständig zu hören. Die Technik-Presse, die sich beeile, jede auch noch so kryptische Apple-Event-Einladung zu analysieren, bete das auch unreflektiert nach. Microsoft Marktanteile Februar 2012Marktanteile bei Desktops Dem setzt Ed Bott nun aktuell vom Marktforschungsunternehmen 'NetMarketShare' veröffentlichte Zahlen entgegen: Demnach habe die Februar-Analyse weltweit genutzter (stationärer sowie mobiler) Betriebssysteme ergeben, dass rund 92 Prozent aller derzeit eingesetzter Computer-Systeme (bzw. in diesem Fall Desktops) mit Windows-Versionen laufen.

Die Zahlen von NetMarketShare, die anhand der Analyse von Internet-Aktivität erstellt worden sind und somit eine recht gute Näherung an die tatsächliche Nutzung darstellen, besagen, dass selbst das vielgehasste Windows Vista von mehr Menschen eingesetzt wird (acht Prozent) als alle Versionen von OS X und Linux zusammen. Microsoft Marktanteile Februar 2012Marktanteile bei mobilen und stationären Systemen zusammen Addiert man alle Windows-Systeme zusammen, dann kommt man bei "traditionellen Computern" auf einen mehr als zehn Mal so hohen Nutzer-Faktor: Demnach läuft Windows XP auf rund 45 Prozent aller (im Web) genutzter Rechner. Windows XP kommt vor allem deshalb auf einen dermaßen hohen Anteil, weil es immer noch in vielen großen Firmen läuft. Windows 7, das vor allem bei Privatanwendern und kleineren Unternehmen läuft, kommt auf rund 38 Prozent.


Auch wenn man die mobilen Betriebssysteme in diese Rechnung einbezieht, sehen die Microsoft-Zahlen immer noch bestens aus (wenngleich die Tendenz leicht nach unten zeigt, von 92,05 Prozent im Januar 2012 auf 91,92 Prozent im Februar): Hier kommt XP auf 42 Prozent und Windows 7 auf 35 Prozent - die drei meistverbreiteten Apple-Betriebssysteme (OS X 10.6 und 10.7 sowie iPad/iOS) kommen dagegen zusammen auf rund 7 Prozent. Entsprechend auch das Fazit von Ed Bott: "Nicht schlecht für ein irrelevantes Unternehmen."
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Nach meiner Ansicht gibt es kein irrelevantes System. Jedes System hat seine Vor- und Nachteile! Linux basierte Systeme sind oft kostenfrei und Microsoft Systeme kosten halt etwas Geld. Doch bin ich der Ansicht, dass der Nutzer selber entscheiden sollte was er verwendet. (Das die meisten Geräte mit Windows ausgeliefert werden jetzt mal unberücksichtigt..)
 
@ohlendorf13: Manchmal hat man kaum eine Wahl, wenn man z.B. auf bestimmte Programme angewiesen ist. Meist gibt es nur Workarounds auf Anderen Betriebssystemen oder man muss auf eine Reihe Programme zurückgreifen, um die gleiche Funktionalität von nur einem Programm des anderen BS zu bekommen. (Sei es beim Wechsel von OSX zu Windows oder Linux oder andersrum).
 
@ohlendorf13: Das Kosten-Argument wird immer gerne gebracht, dabei ist das nur für den privaten Bereich relevant. Im Geschäftsumfeld ist das völlig unerheblich. Zum einen werden dort oft die zuverlässigeren Enterprise-Versionen von Linux eingesetzt (wir nutzen meist RHEL), die auch nicht kostenfrei sind und zum anderen bekommen viele Unternehmen die Windows-Lizenzen deutlich billiger. Außerdem kostet eine Windows- oder Linux-Lizenz nur so viel (bzw. weniger) wie eine Admin-Stunde. Es gibt viele Gründe für Linux und viele Gründe für Windows, aber Kosten zählen eigentlich nicht dazu.
 
@Nunk-Junge: Das Kosten-Argument ist auch im privaten Bereich irrelevant. Ich kann mir nicht vorstellen, daß es Menschen gibt, die sich eine Windows-Lizenz nicht leisten können und notgedrungen deshalb auf Linux umschwenken.
 
@Xerxes999: Vor allem darf man nicht vergessen, die Kosten einer Windows-Lizenz mal auf die Laufzeit umzulegen. Ich denke im Schnitt wird jedes MS-BS mindestens 3 Jahre oder länger verwendet (falls eventuell ein Nachfolger ausgelassen wird). Damit kann man dann mal eben Kosten von ca. 100€ auf 3-4 Jahre aufteilen. Und damit sind die relevant anrechenbaren Kosten/Jahr doch sehr gering. Dafür könnte ich mir gerade mal 3 x 3D-Kinofilme (im Jahr) anschauen und hätte das gleiche Geld verpulvert. Also m.M.n sind die Kosten auch im privaten Bereich nahezu irrelevant.


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