HP-Bilanzen: Durchhalteparolen statt Ergebnissen

Wirtschaft & Firmen Der Computer-Konzern Hewlett Packard hat deutlich sichtbare Probleme. Die Bilanzen für das letzte Quartal sehen nicht gerade rosig aus. Dafür verfügt das Unternehmen mit seiner neuen Chefin Meg Whitman über eine Führungskraft, die sich als Heilsbringerin beweisen will.

Wie sie bei der Präsentation der letzten Geschäftsergebnisse verkündete, sei sie entschlossen, die Sanierung von Hewlett-Packard weiter voranzutreiben. "Ich habe das in meiner Karriere mehrfach getan", so Whitman. "Das ist es eben, was große Wirtschaftslenker tun."

Allerdings herrscht unter Analysten Zweifel. Denn selbst die nicht gerade hoch gesteckten Prognosen konnte Hewlett-Packard im letzten Berichtszeitraum erreichen und man erwartet von Whitman, dass sie mehr praktische Schritte unternimmt, als sich in Image-Pflege zu versuchen.

Die Umsätze haben sich in den letzten drei Monaten immerhin in allen wichtigen Geschäftsbereichen nach unten Entwickelt. Lediglich in der Sparte, die Business-Software für Unternehmen anbietet, wurde ein deutliches Wachstum verzeichnet - der Bereich trägt aber nur einen sehr kleinen Teil zu den Einnahmen bei.


Insgesamt sank der Umsatz des Konzerns so im Jahresvergleich um 7 Prozent von 32,3 Milliarden auf 30 Milliarden Dollar. Die Analysten hatten vorweg im Schnitt 30,7 Milliarden Dollar erwartet. Der Nettogewinn brach sogar um 44 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Dollar ein. Statt der prognostizierten 87 Cent je Aktie entspricht dies lediglich 73 Cent.

Eine Lösung der Probleme sieht Whitman in einem verstärkten Fokus auf der Produktqualität. Unter ihrer Leitung soll es beispielsweise im PC-Bereich weniger verschiedene Modelle geben. Stattdessen soll mehr Wert darauf gelegt werden, diese besser für klare Zielgruppen zu konzipieren.

Allerdings wird es wohl noch dauern, bis die angedachten Maßnahmen zu spürbaren Erfolgen führen. So blieb Whitman aktuell nichts anderes übrig, als die Analysten und Anleger auf bessere Zeiten zu vertrösten - im laufenden Quartal, so erklärte sie, werde man die Zielsetzungen zumindest wohl erneut nicht erreichen.
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Wow...nur 1,5 Milliarden Gewinn...da muss gleich optimiert werden, sprich 15142342 Leute müssen entlassen werden. Produkte verteuert und ganze Sparten eingestampft werden. Unter 3 Milliarden Gewinn sind ja die Analysten derbe unzufrieden. Wer Ironie findet usw. Schon traurig der Aktienwahn-Kapitalismus.
 
@movieking: Frage mich auch, wie der Gewinn jedes Jahr gesteigert werden soll. Bis ins Unendliche oder wie? ... Whiteman ist auch erst 5 Monate Chefin. Unmöglich den Fall schon abzubremsen
 
@movieking: Tja das ist das Problem des Kapitalismus, dass alles auf kontinuierliches Wachstum ausgerichtet ist. Sobald man keine Steigerung zum Vorjahr hat, ist man schon ein Verlierer. Sieht man ja auch bei Volkswirtschaften, wenn von "nur" x% _Wachstum_ die Rede ist.
 
Was soll denn die Liebe Fr. Whitman in 5 Monten ändern können, wenn man so kapitale Böcke geschossen hat?! Wenn man als HP es nicht mal schafft ein Tablet auf den Markt zu bringen, um an dem Hype mitzuwirken ... okay, das Debakel von Ihrem eigenen Tab mal abgesehen. Da kann man als aussenstehender echt nur den Kopf schütteln
 
Muss in der Überschrift nicht das "n" bei ErgebnisseN weg?


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