DNSChanger: Schonfrist für Trojaneropfer verlängert

Trojaner, Antivirus, Bundestrojaner Bildquelle: Warner Bros
Nutzer, deren Rechner vom Trojaner DNSChanger infiziert wurden und die noch keine Säuberung ihres Systems vorgenommen haben, werden Anfang März wohl doch keine Probleme mit ihrem Netzzugang bekommen. Der Betrieb von mehreren beschlagnahmten DNS-Servern wird voraussichtlich aufrecht erhalten.
DNSChanger sorgte dafür, dass Anwender beim Aufruf von Webseiten teilweise falsche Adressauflösungen von DNS-Servern bekamen, die von Kriminellen betrieben wurden. User wurden auf diese Weise zu manipulierten Webseiten umgeleitet, über die weitergehende Malware verbreitet oder auf anderen Wegen Geld verdient wurde.

In Zusammenarbeit zwischen der US-Bundespolizei FBI und den Behörden in Estland wurden die mutmaßlich Verantwortlichen verhaftet. Die fraglichen DNS-Server übernahm das FBI und beauftragte das nichtkommerzielle Internet Systems Consortium (ISC) mit dem weiteren Betrieb. So sollte sichergestellt werden, dass Anwender, die von DNSChanger betroffen sind, wieder ordentliche Adressauflösungen erhalten.

Die dem zugrunde liegende gerichtliche Verfügung läuft allerdings am 8. März aus. Das ISC bemüht sich aktuell aber um eine Verlängerung um vier Monate. Hintergrund dessen ist die Tatsache, dass von den Millionen ursprünglich betroffenen Rechnern weltweit immer noch 500.000 regelmäßig auf die fraglichen DNS-Server zugreifen. Diese - zumeist unerfahrenen - Nutzer, stünden am 8. März wohl vor erheblichen Problemen bei der Internet-Nutzung.

Durch eine bereits beantragte Verlängerung der Frist beliebe den Providern weltweit mehr Zeit, ihre Kunden über die Problematik aufzuklären. Mehrere ISPs unterstützen den Verlängerungsantrag, da bei ihnen teilweise zehntausende Kunden noch nicht von dem Trojaner befreit sind.

In Deutschland hatte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) im Januar eine Informationskampagne gestartet, um Opfer des DNSChanger über die Problematik aufzuklären. Über eine Testseite bot man die Möglichkeit, den eigenen Rechner online auf eine Infektion zu überprüfen. Trojaner, Antivirus, Bundestrojaner Trojaner, Antivirus, Bundestrojaner Warner Bros
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren26
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden