Video-Geschäft boomt durch Internet und Blu-ray
Der Vertrieb von Filmen über das Internet legt weiterhin sehr schnell zu. Mit 4,2 Millionen verkauften filmischen Inhalten nach 2,9 Millionen Einheiten im Vorjahr hat der Online-Film-Verkauf auf Plattformen wie iTunes, Maxdome oder Videoload um 43 Prozent zugelegt.
Der Umsatz dieser digitalen Kaufinhalte stieg um 45 Prozent auf 32 Millionen Euro. Das teilte der Bundesverband Audiovisuelle Medien mit. Der gleiche Betrag von 32 Millionen Euro Umsatz wurde im vergangenen Jahr auch mit einmaligen Filmabrufen auf Internet-Plattformen erwirtschaftet. Die Anzahl dieser Online-Verleihvorgänge stieg 2011 sogar um 55 Prozent von 6,1 Millionen Transaktionen auf 9,4 Millionen Abrufe.
"Die zunehmende Dynamik dieses digitalen Marktes ist deutlich zu spüren", sagte Dirk Lisowsky, Vorstandsvorsitzender Verbandes. Gerade im Online-Bereich, aus dem immer wieder Klagen über die Schädlichkeit der illegalen Angebote kommen und der diesen in Sachen Benutzerfreundlichkeit noch immer deutlich hinterherhinkt, wächst also geradezu explosiv.
Die zunehmende Hinwendung der Kunden zu Online-Angeboten bekommen dabei vor allem die lokalen oder postalischen Videotheken-Betreiber zu spüren. Erstmalig seit Anfang der 1980er Jahre ist die Anzahl der Verleihvorgänge physischer Bildtonträger mit 95,5 Millionen Transaktionen unter die 100-Millionen-Schwelle gesunken (101,7 Millionen im Jahr 2010). Der Umsatz aus der Vermietung physischer Bildtonträger ist von 242 Millionen Euro im Vorjahr um weitere 6 Prozent auf aktuell 229 Millionen Euro gesunken.
Aber auch das Geschäft mit physischen Datenträgern läuft weiterhin gut. Die Absatzmenge von Blu-ray-Discs ist mit 17 Millionen Einheiten im Vergleich zu 12 Millionen im Vorjahr um 41 Prozent angestiegen. Damit war 2011 bereits mehr als jeder siebente verkaufte Datenträger eine Blu-ray-Disk. Der Umsatz in diesem High Definition-Segment stieg um 39 Prozent auf 267 Millionen Euro.
Während sich das Geschäft mit dem DVD-Nachfolgeformat bei Absatz wie auch Umsatz positiv entwickelt, stagnierte der DVD-Kaufmarkt im Jahr 2011 mit 101,1 Millionen verkauften Einheiten nach 103,2 Millionen Einheiten im Jahr 2010 zumindest auf hohem Niveau jenseits der 100 Millionen Stück-Schwelle, so der Verband.
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